Dicke Bohnen mit Schinken

Dicke Boh­nen gehö­ren zu den ver­ges­se­nen Köst­lich­kei­ten. Viel­leicht liegt es dar­an, dass von einem Rie­sen­berg Boh­nen in Scho­ten nur ein spek­ta­ku­lär klei­nes Häuf­lein Boh­nen­ker­ne übrig bleibt. Viel­leicht liegt es auch dar­an, dass das Aus­lö­en der Boh­nen­ker­ne mehr Arbeit macht, als man zunächst denkt. Viel­leicht liegt es auch ein­fach an der Mode.

Dicke Boh­nen haben ein zart grü­ne Far­be und soll­ten nicht mit den gro­ßen wei­ßen Boh­nen ver­wech­selt wer­den, die man beim Grie­chen oder Tür­ken mit Toma­ten-Knob­lauch­sauce kau­fen kann. Geschmack­lich haben bei­de nichts mit­ein­an­der zu tun.

Rezep­te mit dicken Boh­nen ähneln sich erstaun­li­cher­wei­se quer durch ganz Euro­pa. Über­all wer­den sie leicht säu­er­lich, ziem­lich sal­zig und mit Speck zube­rei­tet. In Deutsch­land kommt die zu Unrecht ver­pön­te Mehl­schwit­ze dran, die mit einem Schuss Essig gesäu­ert wird. Hier stel­le ich die spa­ni­sche Ver­si­on vor: für’s Salz sorgt Schin­ken (muss nicht unbe­dingt Ser­ra­no sein), für die Säu­re ist ein Glas Weiß­wein zuständig.

Zutaten für 4 Portionen

  • ca. 400 g Dicke Boh­nen (ohne Hül­sen gewo­gen. Beim Ein­kauf soll­test Du mit 1,5 kg rechnen.)
  • 1 Zwie­bel
  • 2 Knob­lauch­ze­hen
  • 150 g roher Schinken
  • 2 EL Butter
  • ca. 125 ml (ein hal­bes Glas) tro­cke­ner Weißwein
  • ca. 200 ml Hüh­ner- oder Gemüsebrühe

Zeit

  • 45 Minu­ten

Zubereitung

45 Minuten vor dem Servieren

Drü­cke die Boh­nen­ker­ne aus den Hül­sen. Das dau­ert län­ger, als man zunächst denkt. Und Du soll­test kei­nen Schre­cken krie­gen, dass so ein klei­nes Häuf­chen Boh­nen übrig bleibt: sie sind ziem­lich nahrhaft.

Dicke Bohnen

Pel­le die Zwie­bel und die Knob­lauch­ze­hen und hacke bei­des in fei­ne Stück­chen. Schnei­de den Schin­ken in fei­ne Würfel.

Schäu­me die But­ter in einem Topf auf, der groß genug für die Boh­nen ist. Düns­te Zwie­beln, Knob­lauch und Schin­ken dar­in etwa 5 Minu­ten an.

30 Minuten vorher

Gib die Boh­nen­ker­ne in den Topf, schüt­te den Wein und die Brü­he dazu und lass‘ alles auf­ko­chen. Koche die Boh­nen im geschlos­se­nen Topf unge­fähr 10 Minu­ten weiter.

15 Minuten vorher

Nimm den Deckel vom Topf und lass alles 10 bis 15 Minu­ten wei­ter kochen, bis die Flüs­sig­keit fast voll­stän­dig ver­dampft ist. Falls noch zu viel Flüs­sig­keit vor­han­den ist, schal­test Du den Herd noch mal ordent­lich hoch. Falls die Flüs­sig­keit zu schnell ver­dampft, gib‘ ein­fach noch ein biss­chen Was­ser dazu.

Fertig

Ser­vie­re die Boh­nen heiss.

Dazu passt

Du kannst die Boh­nen mit fri­schem oder auf­ge­toas­te­tem Brot als Tapa ser­vie­ren oder zu Kartoffeln.

Variation

Für die deut­sche Ver­si­on die­ses Rezepts brauchst Du die glei­che Men­ge Boh­nen, eine Zwie­bel, etwas weni­ger Speck, kei­nen Knob­lauch, aber etwas Boh­nen­kraut. Kei­nen Wein, aber etwas mehr Was­ser oder Brü­he. Die Säu­re kommt aus einer Mehl­schwit­ze, die Du in einem zwei­ten Topf zube­rei­test und mit einem Schuss Weiß­wein­essig ablöschst. Dazu gibt es Salzkartoffeln.

Quelle

Das Rezept steht so ähn­lich in dem bei Dor­ling-Kin­ders­ley erschie­nen Buch über Die Küche Spa­ni­ens.

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