Gebratenes Rinderhack mit Tofu und Spinat

Hack­fleisch und Tofu ist ein unge­wöhn­li­che Kom­bi­na­ti­on und hört sich ein biss­chen nach Pro­te­in-Over­kill an. Oder nach Fleisch­fres­ser mit schlech­tem Gewis­sen. Oder nach Vege­ta­ri­er, der’s doch nicht las­sen kann.

Rich­tig gewürzt wie in die­sem chi­ne­si­schen Rezept sind Rind­fleisch und Tofu zusam­men nicht nur unge­wöhn­lich (also grund­sätz­lich mal span­nend), son­dern auch sehr wohl­schme­ckend.

Zutaten für 2 Portionen

  • 100 g fri­scher Spi­nat (kein TK!)
  • 1 Stück fri­schen Ing­wer, ca. 2,5 cm
  • 200 g fri­scher fes­ter Tofu
  • 1 Früh­lings­zwie­bel
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 EL Erdnussöl
  • 150 g Rinderhack
  • 1 EL Sake
  • Chi­lif­locken
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL hel­le Sojasauce
  • Öl aus gerös­te­tem Sesam oder Chili-Öl
  • Pfef­fer

Zeit

  • 20 Minu­ten Vorbereitung
  • 5 bis 10 Minu­ten Kochzeit

Zubereitung

20 Minuten vor dem Servieren

Damit es nach­her schnell geht, müs­sen alle Zuta­ten vor­be­rei­tet wer­den, bevor Du mit dem Kochen anfängst:

  • Spi­nat­blät­ter waschen und gut trockenschleudern.
  • Den Ing­wer schä­len und in dün­ne Stif­te schnei­den oder hacken.
  • Den Tofu in ca. 1 cm gro­ße Wür­fel schneiden.
  • Die Früh­lings­zwie­bel in Rin­ge schneiden.
  • Die Spei­se­stär­ke mit 2 EL kal­tem Was­ser anrühren.

Stell‘ Dir auch die Fla­schen mit Soja­sauce, Öl, Sake zurecht.

Junger Spinat

Außer­dem soll­test Du dar­an den­ken, dass der Reis auch ca. 15 bis 20 Minu­ten braucht, bis er gar ist.

10 Minuten vorher

Erhit­ze das Erd­nuss­öl im Wok und bra­te den Ing­wer dar­in kurz an. Füge das Hack­fleisch hin­zu und lass‘ es bräu­nen. Du soll­test stän­dig rüh­ren. Wenn das Fleisch braun ist, gib den Sake, eine Pri­se Chi­lif­locken (wie viel, hängt von Dei­nem Geschmack ab) und die Tofu­wür­fel dazu. Ver­mi­sche alles vor­sich­tig; ach­te dabei dar­auf, dass der Tofu nicht zerfällt.

Gie­ße die Gemü­se­brü­he dazu und lass‘ alles kurz auf­ko­chen. Wür­ze mit Soja­sauce, Sesam- oder Chi­li-Öl und etwas Pfef­fer. Gie­ße die ange­rühr­te Spei­se­stär­ke dazu und lass sie unter Rüh­ren abbin­den (das dau­ert höchs­tens eine Minute).

Kurz vor dem Servieren

Gib den Spi­nat zum Fleisch und Tofu in den Wok, ver­mi­sche alles und lass‘ den Spi­nat in einer bis zwei Minu­ten kurz zusam­men­fal­len. Mit Tief­kühl-Spi­nat geht das lei­der nicht, denn der ist zu weich.

Zum Ser­vie­ren in Schäl­chen fül­len und mit den Früh­lings­zwie­bel-Rin­gen bestreuen.

Variationen

Ich habe mich heu­te an des Rezept gehal­ten. Beim nächs­ten Mal wer­de ich den Tofu in 5mm gro­ße Stück schnei­den, knusp­rig aus­bra­ten und dann erst das Fleisch und die übri­gen Zuta­ten zufü­gen. Viel­leicht kann man den Tofu auch ganz weg­las­sen und ent­spre­chend mehr Fleisch neh­men – aber eigent­lich mag ich Tofu und der Kon­trast zwi­schen dem stark gewürz­ten Fleisch und dem nach fast nichts schme­cken­den Tofu ist auch ganz witzig.

Dazu passt

Natür­lich Reis, der nach asia­ti­scher Art ohne Salz gekocht wird. Damit man ihn mit Stäb­chen essen kann, soll­te er ein biss­chen kleb­rig sein, aber nicht pappig.

Quelle

Das Ori­gi­nal­re­zept stammt aus dem Buch »Chi­ne­sisch kochen ganz easy« der Tai­wa­ne­sin Ching-He Huang (Dor­ling Kin­ders­ley 2010). Es ent­hält vie­le schö­ne Rezep­te, aber lei­der völ­lig unrea­lis­ti­sche Zeit­an­ga­ben. Bzw. behilft sich mit einem Trick, um die Vor­be­rei­tungs­zei­ten kurz zu hal­ten: statt z.B. das Hacken des Ing­wers ein­zu­rech­nen, steht ein­fach schon gehack­ter fri­scher Ing­wer in der Zutatenliste.

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