Glasierte Entenbrust mit Sternanis, Zimt, Orangenschale und Honig

Enten­brust ist ein erstaun­lich wan­del­ba­res Stück Fleisch, das sich in vie­len Geschmacks­va­ria­tio­nen ver­ar­bei­ten lässt. Wir alle ken­nen die knusp­rige (lei­der meist zu Tode frit­tierte), in Schei­ben geschnit­tene Vari­ante beim Bil­lig-Asia­ten. Durch die hier vor­ge­stellte Methode wird die Fett­schicht, die beim leben­den Tier unter der Haut dafür sorgt, dass das arme Viech nicht friert, voll­stän­dig eli­mi­niert, die Haut knusp­rig und das Fleisch trotz­dem nicht tro­cken.

Die thai­län­disch inspi­rierte Gla­sur aus man­cher­lei Gewür­zen har­mo­niert trotz (oder wegen?) ihrer schier unglaub­li­chen Aro­men­fülle und der Süße des Honig her­vor­ra­gend mit dem kräf­ti­gen Fleisch­ge­schmack der Ente.

Du soll­test aller­dings Geduld mit­brin­gen, denn Fast­food ist das hier defi­ni­tiv nicht.

Zutaten für 4 Portionen

  • 4 Enten­brüste zu je ca. 200 g
  • 1 EL Kori­an­der­sa­men
  • 1 EL Fen­chel­sa­men
  • 100 ml Soja­sauce
  • 3 EL Fisch­sauce
  • 2 unbe­han­delte Oran­gen (Schale und Saft)
  • 2 Zimt­stan­gen
  • 4 Stern­anis­früchte
  • 4 Lor­beer­blät­ter
  • 2 EL Honig
  • 1 EL Zucker
  • 2 getrock­nete Chi­li­scho­ten

Zeit

  • 45 Minu­ten für die Gla­sur
  • plus 10 bis 15 Minu­ten zum Garen

Zubereitung

60 Minuten vor dem Servieren

Sternanis

Lege die Enten­brüste mit der Haut­seite nach unten in eine kalte Pfanne. Schalte sie auf geringe bis mitt­lere Hitze und lasse das Fett aus­bra­ten und die Haut knusp­rig wer­den. Du brauchst dem Fleisch keine beson­dere Auf­merk­sam­keit zu wid­men. Nach unge­fähr 10 bis 15 Minu­ten kannst Du es aus der Pfanne neh­men.

Tipp

Durch die lang­same Erwär­mung kann das Fett voll­stän­dig aus­bra­ten. Bei stär­ke­rer Hitze oder einer vor­ge­heiz­ten Pfanne würde die Haut zu schnell braun wer­den. Diese Methode kannst Du natür­lich auch anwen­den, wenn Du die Enten­brust ohne Gla­sur zube­rei­test.

Abgeriebene Orangenschale

Zer­stoße in der Zwi­schen­zeit die Kori­an­der- und Fen­chel­sa­men im Mör­ser. Reibe die Oran­gen ab und presse sie aus. Gib alles zusam­men mit den übri­gen Zuta­ten (außer den Enten­brüs­ten natür­lich) in einen klei­nen Topf und bringe die Mischung zum Kochen. Lasse sie so lange kochen, bis sie eine zähe, siru­par­tige Kon­sis­tenz hat. Rühre dabei immer mal wie­der um, damit nichts anbrennt. Das dau­ert unge­fähr 20 Minu­ten. Gegen Ende musst Du ziem­lich auf­pas­sen, aber die Gla­sur soll immer wei­ter köcheln, bis sie auf­ge­braucht ist. Falls sie zu dick wird, gib‘ ein paar Trop­fen Was­ser dazu.

Lege die Enten­brüste mit der Haut­seite nach oben in eine Grill­pfanne oder einen Brä­ter mit Metall­grif­fen. Pin­sele sie in meh­re­ren Schich­ten mit der Gla­sur ein, bis nichts mehr übrig ist. Das dau­ert noch mal unge­fähr 20 Minu­ten.

Zwi­schen­drin soll­test Du schon mal den Back­ofen auf 220 ºC vor­hei­zen.

15 Minuten vor dem Servieren

Schiebe die fer­tig gla­sier­ten Enten­brüste in den hei­ßen Back­ofen und backe sie 10 bis 15 Minu­ten, bis sie gar sind. Wie lange genau? Das hängt von der Dicke des Fleischs ab und davon, ob Du sie lie­ber durch­ge­bra­ten oder rosa magst. Durch die starke Hitze bleibt das Fleisch saf­tig, wäh­rend sich außen ein wür­zi­ger Kara­mell bil­det.

Nimm das Fleisch aus dem Ofen und schneide es in Schei­ben. Richte es auf einem vor­ge­wärm­ten Tel­ler an und ser­viere es heiß. Dazu passt Reis.

Quelle

Mal wie­der eine Ent­de­ckung aus sweet + spicy: Tom Kimes Aro­ma­kü­che. Das Koch­buch ist jeden sei­ner 25 Euro wert.

Ein Gedanke zu „Glasierte Entenbrust mit Sternanis, Zimt, Orangenschale und Honig“

  1. Toll, dass Du in Dei­nen Rezep­ten so häu­fig mit Honig kochst! Da kann ich sicher­lich das ein oder andere selbst aus­pro­bie­ren – mit regio­na­len Pro­duk­ten – ver­steht sich ;-)

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