Hackfleischbällchen aus gekochtem Fleisch (Polpette di lesso)

Wenn man eine Fleisch­brühe sel­ber kocht, bleibt immer unglaub­lich viel Fleisch übrig. Pol­pette di lesso sind die Lösung, wenn man nicht immer Fleisch­sa­lat aus den Res­ten machen möchte. Erfun­den haben’s mal wie­der die Ita­lie­ner: Pol­pette di lesso oder pol­pette di bol­lito sind ein Klas­si­ker aus der römi­schen Küche.

Zutaten für 4 Portionen

  • 250 g meh­lig kochende Kar­tof­feln
  • ½ Bund Peter­si­lie (glatt)
  • 3 Bio-Zitro­nen
  • 2 Knob­lauch­ze­hen
  • 750 g Sup­pen­fleisch ohne Kno­chen, gekocht und zer­zupft
  • 100 g Par­me­san
  • 3 Eier Größe L
  • Salz, Pfef­fer
  • viel Oli­venöl zum Bra­ten

Zeit

  • Vor­be­rei­tung: 90 Minu­ten
  • Bra­ten: 10 bis 15 Minu­ten

Zubehör

Zusammenfassung

  1. Alle Zuta­ten in der Küchen­ma­schine zu einer homo­ge­nen Masse ver­ar­bei­ten und zu Bäll­chen for­men
  2. In reich­lich Oli­venöl mehr frit­tie­ren als bra­ten
  3. Heiß mit Zitro­nen­spal­ten oder Toma­ten­sugo ser­vie­ren

Zubereitung

2 Stunden vor dem Servieren

Koche die Kar­tof­feln, falls Du keine vom Vor­tag hast.

Wäh­rend die Kar­tof­feln kochen, schälst Du zwei Zitro­nen dünn ab (nur das Gelbe!), pellst den Knob­lauch und zupfst die Peter­si­li­en­blät­ter ab. Ver­ar­beite alles zusam­men mit dem kal­ten Fleisch in der Küchen­ma­schine zu einer fei­nen Mischung.

Tipp

  • Das Fleisch soll­test Du schon am Vor­tag vom Kno­chen gelöst und zer­zupft haben. Das geht näm­lich viel bes­ser, wenn es noch lau­warm ist und nicht schon eine Nacht im Kühl­schrank gestan­den hat.

Pelle die Kar­tof­feln und zer­drü­cke sie mit der Gabel oder einem Kar­tof­fel­stamp­fer. Reibe den Par­me­san fein.

Ver­menge alle Zuta­ten in einer gro­ßen Schüs­sel mit­ein­an­der. Gib bei Bedarf noch Was­ser oder Brühe dazu – die Masse sollte kleb­rig sein und unge­fähr die Kon­sis­tenz von fri­schem Hack­fleisch haben. Würze mit etwas Salz und Pfef­fer.

Tipp

  • Du kannst die fer­tige Masse ein paar Stun­den im Kühl­schrank auf­be­wah­ren. Even­tu­ell musst Du dann vor der Ver­ar­bei­tung noch etwas Flüs­sig­keit dazu geben.

90 Minuten vorher

Forme 20 bis 24 etwa tisch­ten­nis­ball­große Kugeln aus der Masse.

Erhitze reich­lich Oli­venöl in einem fla­chen Topf oder einer tie­fen Pfanne. Es sollte ca. 1/​2 cm hoch im Topf ste­hen.

Brate die Pol­pette in dem Oli­venöl gold­braun aus. Mitt­lere Hitze sollte aus­rei­chen; jus­tiere die Tem­pe­ra­tur nach, falls erfor­der­lich.

Tipp

  • Habe etwas Geduld! Die Bäll­chen brau­chen unge­fähr 3 Minu­ten von jeder Seite. Wende sie nicht zu früh, damit sie nicht ankle­ben. Um zu prü­fen, ob sie schon so weit sind, rüt­telst Du ein­fach an der Pfanne: wenn die Bäll­chen leicht her­um­ku­geln, sind sie fer­tig. Wenn nicht, brau­chen sie noch etwas Zeit.

Wahr­schein­lich wer­den nicht alle Pol­pette auf ein­mal in die Pfanne pas­sen. Nimm die erste Por­tion her­aus und lasse sie auf Küchen­pa­pier ent­fet­ten, wäh­rend Du die zweite Por­tion brätst.

Schneide die dritte Zitrone in Spal­ten und ser­viere sie mit den hei­ßen Pol­pette.

Alternative

Die Pol­pette brau­chen unbe­dingt eine säu­er­li­che Beglei­tung. Wenn Dir Zitro­nen­spal­ten zu mini­ma­lis­tisch sind, passt auch ein nicht zu wür­zig abge­schmeck­ter Toma­ten­sugo.

Quelle

Ich habe die Pol­pette aus einer Mischung von Puten- und Rind­fleisch zube­rei­tet, das von der „Hearth-Broth“ übrig geblie­ben war. Man kann aber jede Art von gekoch­tem Fleisch ver­wen­den. Das Rezept stammt aus dem schö­nen „Brodo“-Buch von Marco Canora und ich habe es wie immer leicht abge­wan­delt, um es all­tags­taug­li­cher zu machen.

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