Hähnchenbrust braten: so gelingt’s immer

Gebratene Hähnchenbrust muss nicht trocken sein. Es ist ganz einfach, Hähnchenbrust so zu braten, dass sie saftig bleibt. Das Geheimnis ist die richtige Hitze und etwas Geduld.

Du brauchst

  • eine ausreichend große Pfanne mit Deckel
  • einen tiefen Teller oder eine flache Schüssel
  • Mehl, Salz, Pfeffer, evtl. weitere Gewürze
  • Öl oder Butter zum Braten
  • Geduld

Zeit

  • 25 Minuten

Zubereitung

Das zarte Fleisch darf nicht zu heiss gebraten werden, damit es saftig bleibt. Für die appetitliche Bräune muss deshalb eine dünne Schutzschicht aus Mehl und Gewürzen sorgen: Vermische 2 bis 3 EL Mehl mit je einem halben EL Salz und Pfeffer (und/ oder anderen Gewürzen, je nach Rezept). Für asiatische Gerichte kannst Du auch Reismehl verwenden.

Mehl Salz Pfeffer

Gib so viel Fett in eine Pfanne, dass der Boden von einer dünnen Schicht bedeckt ist. Die Pfanne muss so groß sein, dass das Fleisch nebeneinander hineinpasst. Erhitze die Pfanne auf mittlerer bis starker Hitze (bei einem Herd mit 12er-Skala also auf Stufe 8 oder 9).

Erst wenn die Pfanne heiss ist, wälzt Du die Hähnchenbrust vorsichtig in der Mehl-Gewürzmischung. Klopfe alles überflüssige Mehl ab und lege die Fleischstücke in das heisse Fett. Das Mehl darf nicht zu lange am rohen Fleisch kleben, damit es nicht feucht wird.

Reduziere die Hitze etwas (auf Stufe 6 oder so) und brate die Hähnchenbrust von beiden Seiten je 2 Minuten an. In dieser Zeit bräunt das Mehl; dabei entstehen die begehrten Röstaromen und die appetitliche goldbraune Farbe. Gleichzeitig bildet das Mehl ein Schutzschicht, so dass das Fleisch nicht trocken wird (so ähnlich wie die Panade beim Wiener Schnitzel).

Drehe die Platte jetzt noch niedriger: auf die Stufe, auf der ein Topf Wasser weiterkochen würde. Bei meinem Herd ist das Stufe 2. Lege den Deckel auf die Pfanne.

Jetzt musst Du ganz tapfer sein: Ab jetzt darfst Du den Deckel nicht öffnen! Lass‘ das Fleisch 10 Minuten bei geringer Hitze braten, schalte dann die Herdplatte aus und lass die Pfanne noch einmal 10 Minuten darauf stehen.

Hähnchenbrust perfekt gebraten

Der Lohn für die Geduld: nach 20 Minuten hast Du ein appetitlich braunes, saftiges und aromatisches Stück Hähnchenbrust, nach dem sich alle die Finger lecken werden.

34 Gedanken zu “Hähnchenbrust braten: so gelingt’s immer”

  1. Ich habe es zu Hause ausprobiert und die Hähnchenteile waren wirklich saftig. Allen hat es geschmeckt!
    Vielen Dank für diesen Vorschlag!

  2. Nachdem meine letzte Hühnerbrust wie eine Schuhsohle schmeckte, machte ich mich vor dem nächsten Mal braten auf die Suche nach Tipps im Internet und bin auf deinen Beitrag gestoßen. Hab dann deine Anleitung gleich befolgt und siehe da, mein Hühnerfleisch ist diesmal wirklich zart und saftig geblieben und sah obendrein noch super lecker aus! Danke für diesen Tipp! :-)

  3. Nicht die beste Hähnchenbrust, die ich bisher gegessen habe, aber die beste, die ich je gemacht habe! Knaller, ich bin eher ein Küchen-Noob. Zwar würde ich nicht verhungern, aber ich gehöre zu den Kandidaten, die die Hähnchenbrust schön anbraten, bis sie lecker aussieht — und zwar mit nur einem Ergebnis: außen hui, innen pfui.

    Nach Anleitung ist mir die Hähnchenbrust wirklich gut gelungen, alles war schön geschmeidig. Nur ein Tip – wenn das Stück Fleisch sehr dick ist, 4cm und vielleicht mehr, dann lohnt es sich wohl dies vorher zu halbieren, große Stücke waren dann doch etwas trocken. Kleinere Stücke waren wirklich perfekt!

    Vielen Dank für den Tip! Satte Grüße :-)

  4. Heute probiert, und obwohl ich mich in der Küche nicht doof anstelle, fand ich das Ergebnis nicht prickelnd:
    Die Farbe war super, das war’s aber auch schon. Durch den Deckel bildete sich viel Kondenswasser, wodurch das Hühnchen nicht knusprig war, sondern schmierig. Außerdem war es recht trocken und fad, obwohl ich deutlich mehr Salz ins Mehl hatte.

    • Für ein knuspriges Hühnchen ist diese Methode wirklich nicht geeignet. Für knusprige Hühnerbrust musst Du sie entweder panieren (dann sorgt die Pannade für die Knusprigkeit) oder die Haut dranlassen und das Fleisch auf der Hautseite braten. Das reine Fleisch hat nicht genügend Fett und wird niemals knusprig werden – höchstens hart und trocken.

  5. Vielen Dank für diesen Tipp! Ich benutze diese Methode seit einiger Zeit und sie gelingt fast immer (und selbst, wenn nicht, ist das Ergebnis immer noch besser als jede Hähnchenbrust, die ich davor gemacht habe).
    Daß das Salz schwer zu portionieren ist, habe ich auch schon gemerkt. Ich benutze nun allerdings Meersalzbutter zum Anbraten, damit wird es meistens ganz gut (eignet sich übrigens auch sehr gut, um Nudeln zu salzen). An Gewürzen gebe ich meistens Salbei, Rosmarin, Kurkuma und Cayenepfeffer und situationsabhängig oft zum Schluß noch etwas Estragon dazu. Ich esse das dann meistens mit Reis, Kokos-Curry-Sauce und Mandeln.

    Das hier ist mit Abstand der beste Kochblog, den ich kenne!

  6. Hab’s gerade genau so nachgekocht und bin begeistert. Das Hähnchen ist wirklich sehr saftig und lecker aus der Bratpfanne gekommen. Kann ich nur empfehlen.

  7. Ein Traum… Bin nicht die beste Köchin, aber mit dieser Methode bekomm ich das Hühnerbrustfilet immer saftig hin!! Danke für diesen Beitrag!

  8. Einfach klasse!
    dank deiner Anleitung heute superzarte, lecker würzige Hühnerbrüste (die waren ganz schön dick) gezaubert.
    Trotz 67 Jahren – wieder etwas dazu gelernt.
    Danke!

    Dezember 2016

  9. Bin im Moment Strohwitwer und muss ja was für die Familie auf den Tisch stellen.
    Also nicht der typische Hobbykoch. Eher Hobbyesser. Habe es so ausprobiert und es ist gut gelungen.
    Außen knusprig (vielleicht auch trocken) und (was sehr wichtig ist!!) innen saftig. Diese Mehlmethode mit dem backen danach hat einwandfrei geklappt und ist für jederman machbar. Außerdem kann man nach Geschmack das gewürzte Mehl variieren. Super!! Danke!

  10. Noch nie so eine zarte u. saftige Hähnchenbrust selbst hinbekommen, aber mit dieser Anleitung ein Kinderspiel. Und der Clou dabei: keine Sauereien mit Fettspritzer auf dem Herd ?

  11. Bin neu hier – zumindest schriftlich.

    Die Anleitung ist Klasse! Ich habe damit schon mehrfach meine Familie mit verschiedenen Soßenvarianten verwöhnt.

    Jetzt noch eine vermutlich blöde Frage:

    Kann man das eventuell auch mit Schweinefilet ähnlich machen? Ich habe doch oft Probleme damit, Schweinefilet genau auf den Punkt zu bringen.

    Diese perfekte Vorgehensweise im eigenen Dampf zu garen, möchte ich auch gern einmal mit Schweinefilet (im Stück) ausprobieren. Habe allerdings keine Ahnung, wie ich die Zeiten verändern muss. Vielleicht hat das schon jemand ausprobiert.

    • Hallo Erich,
      ich könnte mir vorstellen, dass auch Schweinefilet auf diese Art gegart werden kann. Habe das aber noch nicht ausprobiert. Ich brate es immer an, wickle es in Alufolie und gare es im Backofen fertig. Ich rate auch zu einem Fleischthermometer, um die richtige Kerntemperatur zu erkennen.
      Gutes Gelingen!
      Thomas

  12. Hallo Thomas,

    danke für Deine Antwort, diese habe ich per Email erhalten. Meine Frage und Deine Antwort tauchen hier unter den Kommentaren nicht mehr auf, schade. Vermutlich habe ich bei meiner Anmeldung irgendwie einen Fehler gemacht.

    Ich habe mein Experiment am Samstag durchgeführt. Schweinefilet genau nach der gleichen Methode gebraten (gegart), mit zwei kleinen Abwandlungen,

    1.
    Ich habe das Mehl zunächst ungewürzt eingesetzt, erst ganz am Ende die fertigen Schweinefilets mit Salz und Pfeffer gewürzt.

    2
    Die beiden letzten Schritte bei geschlossenem Deckel habe ich jeweils von 10 Minuten auf 15 Minuten verlängert.

    Ein ganz tolles Ergebnis. Es war genau auf dem Punkt. Meine Familie war begeistert.

    Ich hoffe, dass diese Nachricht Dich erreicht, obwohl meine Anmeldung ja scheinbar nicht geklappt hat.

    Viele Grüße und vielen Dank

    Erich

    • Danke für das Experiment und den Erfahrungsbericht. Schön, dass es funktioniert hat.
      Bei mir sind alle Kommentare, also auch Deine Frage und meine Antwort auf der Seite sichtbar. Vielleicht musst Du sie einfach nur noch mal laden, damit Du’s auch siehst.

  13. Nachdem ich jetzt schon 3 mal richtig leckere Hähnchenbrustfilets hinbekommen habe, habe ich sie heute mal meine Tochter (12) zubereiten lassen.
    Oma und Opa waren eingeladen und Töchterlein wollte beim kochen helfen. Also habe ich ihr gesagt wie es geht und sie war super stolz auf das tolle Ergebnis und bekam viel Lob. Diese Anleitung ist einfach super. Danke dafür.

  14. Reinhold41
    8.10.2017 15h20

    Für eine Paella wollte ich Hendlteile kaufen. Hendlbrustfilet wäre sicher ideal.
    Da mir dann aber 1/2 kg für die Paella doch etwas viel vorkam – kommen ja auch noch frutti di mare usw. dazu – und mir dieses sehr einfach klingende Rezept gerade rechtzeitig unterkam, musste ich die Paella verschieben.
    Ich habe es nicht bereut ! Dazu Rosmarinkartofferln als Beilage und die gewohnte Riesenportion grüner Salat, ergaben ein wahres Festmahl und das auch noch in einer Zeit, die man normlerweise für Frankfurterwürstln benötigt.
    Jetzt frage ich mich allerdings ob dasselbe Ergebnis, mit genau derselben Garmethode, vielleicht auch mit Entenbrüstchen zu erzielen wäre ?
    Auf oder mit Rotkraut selbstverständlich, dessen Zubereitung – a la Reinhold – seit Jahren exzellent gelingt.
    Würde mich über eine Nachricht sehr freuen und danke im Voraus.
    Reihold41

    • Hallo Reinhold,
      Entenbrust ist viel fetter als Hühnerbrust und wird deshalb nicht so schnell trocken. Ich würde sie auf der Hautseite (Haut vorher einritzen) in die kalte (!) Pfanne legen, ordentlich anbraten und dann im Backofen zuende garen.
      Gutes Gelingen wünscht
      Thomas

  15. Mein Hühnerfleisch (ca.5 mm dick) wird oft trocken. Kann man diese Methode auch mit nicht so dick (5 mm) Fleisch machen.
    Mein Herd hat 9er-Skala. Ich müsste also das Fett auf St. 7 erhitzen. Dann das in Mehl gewendete
    Fleisch hineingeben und auf St. 5 zurückschalten und auf jeder Seite 2 min braten. Jetzt den Herd auf St.1 zurückschalten und mit Deckel 6 min (wegen der Dicke) braten und auf 0 St. noch 6 min rasten lassen.
    Oder bleibt die Bratzeit auch bei dünnen Fleisch (mit Deckel) auf 10 min braten und auf 0 St. noch 10 min rasten lassen, wie gehabt.
    Mit der Bitte und Antwort

    • Hallo Petra,
      so dünn geschnittenes Fleisch braucht viel weniger Zeit, vielleicht eine Minute von jeder Seite. Noch besser wäre es aber, das Hühnerschnitzel zu panieren (also in Mehl wenden, dann in Ei und zum Schluss in Semmelbröseln) und wie ein Wiener Schnitzel zu braten.
      Guten Appetit,
      Thomas

  16. Also.
    Zuerst Mal Kudos an Sie daß es mir überhaupt gelungen ist. War noch ein bisschen trocken., lag aber whrscheinlich an meinem eher dünnen Alufoliendeckel. Und Gasherd. Da muss ich noch ein bisschen feineinstellen. Aber ist auf einem gutem Weg und meine nächsten Filets werden bestimmt perfekt. Danke für diesen Zubereistungstipp. Wie gesagt – war mein erstes Mal heute

  17. Hallo Chris,
    Es war ein erster Schritt. Bei mir werden die Hähnchenbrüste schon lange nicht mehr anders zubereitet, immer saftig. Ich habe gerade 4 Hähnchenbrüste im Kählschrank die morgen verarbeitet werden.

    Wir brauchen eigentlich nur zwei. Die beiden anderen gibt es am nächsten Tag klein geschnitten als geschetzeltes in einer süß-sauren Soße einfach erwärmt.

    Deine Folienaktion ist hierbei ist nicht produktiv. Ich benutze immer eine beschichtete Pfanne mit einem wirklich geschlossenen Deckel. Die Brüste sollen doch letztendlich im Dampf gegart werden. Das ist mir noch nie misslungen. So bin ich in der Familie bei Hähnchenbrust immer verdonnert.

    Abweichungen vom Rezept gibt es bei mir teilweise nur bei den Garzeiten. Bei dickeren Filets nehme ich mir einfach etwas mehr Zeit bei geschlossenem Deckel, klapptz immer.

    Probier es einfach einmal richtig aus. Du wirst begeistert sein.

    Viel Erfolg

    Erich

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