Haselnuss-Krokant-Eis mit Aprikosenkompott

Für dieses Eis brauchst Du keine Eis­mas­chine. Die Vor­bere­itung ist schnell erledigt und nicht beson­ders kom­pliziert – eigentlich musst Du nur ständig rühren. Dann brauchst Du nur noch eine Kühltruhe und unge­fähr 4 Stun­den Geduld.

Streng genom­men han­delt es sich nicht um Eis­creme, son­dern um ein Par­fait. Der Unter­schied liegt in der schon erwäh­n­ten Mas­chine: Eis­creme muss unter ständi­gem Rühren gefroren wer­den, son­st wird sie nicht cremig. Die Masse für ein Par­fait wird ein­fach in kleine Förm­chen gefüllt und vor dem Servieren gestürzt. Oder in ein­er großen Form einge­froren und dann in Scheiben geschnitten.

Aber das kann uns eigentlich egal sein. Wichtig ist der unver­gle­ich­lich nus­sige Geschmack dieses Desserts, der auch durch einen kleinen Trick zus­tande kommt.

Zutaten für 4 Portionen

Haselelnuss-Krokant-Eis
  • 100 g Haselnusskerne
  • 100 g Zucker
  • 4 Eigelbe (Größe L; oder 6 Größe S)
  • 2 EL Hasel­nussöl (ja, wirklich)
  • ¼ l Sahne
Aprikosen-Kompott
  • 6 reife Aprikosen
  • 2 bis 3 EL Zucker
  • eventuell etwas Aprikosenlikör
  • etwas Wass­er

Zeit

  • 30 Minuten für die Vorbereitung
  • plus min­destens 4 Stun­den Tiefkühlen
  • 10 Minuten für das Aprikosenkompott

Zubereitung

Krokant machen

Röste die Hasel­nüsse in ein­er trock­e­nen Pfanne bei mit­tlerer Hitze, bis die Haut Risse bekommt. Rubbel sie zwis­chen zwei Lagen eines sauberen, trock­e­nen Küchen­hand­tuchs heftig ab, damit die Schale abge­ht.  Hacke die Nüsse in nicht zu kleine Stücke.

Haselnüsse

Tipp

Du kannst Dir die Sache natür­lich ein­fach machen und gehack­te Nüsse kaufen. Die schmeck­en aber nicht so gut. Und ein biss­chen rösten soll­test Du sie auch.

Gib etwas mehr als die Hälfte des Zuck­ers in eine Stahlp­fanne oder eine mit heller Beschich­tung (son­st kannst Du die Farbe des geschmolzenen Zuck­ers nicht erken­nen) und lass’ ihn bei mit­tlerer Hitze schmelzen. Nicht rühren! Sobald die let­zten Zuck­erkristalle geschmolzen sind und der Zuck­er hell­braun zu wer­den begin­nt, rührst Du die Nüsse ein und rührst um, bis sie von ein­er gle­ich­mäßi­gen Krokantschicht über­zo­gen sind.

Nimm die Pfanne sofort von der Plat­te, damit der Zuck­er nicht anbren­nt und bit­ter wird. Wenn Dir das doch passiert, gibt es keine Ret­tung: wirf alles weg und fang von vorn an.

Stre­iche die Hasel­nuss-Zuck­er-Masse auf ein mit Back­pa­pi­er aus­gelegtes Back­blech und lass sie abkühlen. Vor­sicht: auch wenn die Masse sofort hart wird, ist sie anfangs sauheiß! Wenn der Krokant erkaltet ist, brichst Du ihn in grobe Stücke, packst diese in eine Gefriertüte und zer­schlägst ihn mit ein­er Keule, einem Nudel­holz, einem Brett oder einem anderen geeigneten Werkzeug zu Bröseln. Ein paar gröbere Stücke dür­fen übrig bleiben für die Deko.

Creme zubereiten

Schlage die Sahne steif.

Stelle eine Schüs­sel mit Eiswass­er bereit.

Finde einen Topf und eine Met­allschüs­sel, die knapp hinein­passt. Fülle so viel Wass­er in den Topf, dass die Schüs­sel unge­fähr zur Hälfte im Wass­er ste­ht oder hängt. Erhitze das Wass­er, bis kleine Bläschen kom­men und hänge dann die Schüs­sel ein.

Schlage die Eigelb hinein, rühre sie mit dem übri­gen Zuck­er und dem Hasel­nussöl cremig. Das ist ganz ein­fach, aber ein biss­chen anstren­gend: ein­fach so schnell wie möglich mit dem Schneebe­sen rühren. Die Masse wird zunächst schau­mig und heller und nach unge­fähr 4 bis 5 Minuten cremig.

Eier cremig rühren

Wenn die Masse cremig ist, nimmst Du sie sofort aus dem heißen Wasser­bad (son­st wird’s Rührei), hängst sie in die Schüs­sel mit Eiswass­er und rührst weit­er, bis sie kalt und etwas zäh gewor­den ist. Das dauert noch mal unge­fähr 2 Minuten. Jet­zt kommt der Hasel­nusskrokant dazu.

Tipp

Das Eis schmeckt auch ohne Aprikosenkom­pott. Dann soll­test Du aber ein paar Krokantstückchen für die Deko bei­seite stellen.

Hebe nun vor­sichtig die steif geschla­gene Sahne unter. Am besten zuerst ein Drit­tel, dann nach und nach den Rest. Nicht zu heftig rühren, damit die Sahne und die Creme schön fluffig bleiben.

Masse in Timabale-Förmchen füllen

Fülle die Masse in vier Förm­chen. Der Profi nimmt Tim­bale-Förm­chen, aber im Prinzip tun’s alle, die oben bre­it­er sind als unten und glatt. Ab damit in die Kühltruhe für min­destens 4 Stunden.

Aprikosenkompott

Entk­erne die Aprikosen und schnei­de sie in kleine Stücke.

Lass’ den Zuck­er in einem kleinen Töpfchen schmelzen und ganz leicht hell­braun wer­den. Lösche mit einem Schuss Aprikosen­likör und ein­er hal­ben Tasse Wass­er ab. Lass’ alles wieder aufkochen.

Gib die Aprikosen­stückchen in die kochende Flüs­sigkeit und lass’ sie in ein paar Minuten weich wer­den. Sie sollen aber nicht zerfallen!

Lass’ das Kom­pott abkühlen.

Anrichten und Servieren

Zum Servieren tauchst Du die Förm­chen kurz in heißes Wass­er. Fahre mit einem dün­nen Mess­er am Rand ent­lang, um die gefrorene Masse zu lösen und stürze sie auf Desserteller. Richte das Aprikosenkom­pott um das Eistürm­chen an und serviere sofort.

Alter­na­tiv kannst Du auch die gesamte Masse in eine nicht zu große rechteck­ige Form gießen, die Du vorher mit Frischhal­te­folie aus­gek­lei­det hast. Nach dem Ein­frieren kannst Du die Masse mit der Folie rel­a­tiv leicht aus der Form lösen, die Folie ent­fer­nen und die Eis­masse in Scheiben schneiden.

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