Kichererbsencreme (Hummus)

Kicher­erb­sen kennt man aus der ara­bi­schen Küche. Sie wer­den mit Sesam­mus zu einem Brei namens Hum­mus ver­ar­bei­tet und mit Fla­den­brot als Vor­spei­se gereicht. Die­ses Rezept kommt ohne Sesam aus, denn wir wol­len eine rela­tiv neu­tra­le Crè­me pro­du­zie­ren, die sich als Bei­la­ge zu ver­schie­de­nen Gerich­ten eignet.

Hum­mus ist eigent­lich schnell gemacht, wenn die Kicher­erb­sen nicht so elen­dig lan­ge ein­wei­chen und kochen müss­ten. Sie soll­ten min­des­tens über Nacht in Was­ser lie­gen und auf­quel­len. Dabei wer­den auch schon eini­ge leicht toxi­sche Stof­fe (die soge­nann­ten Lek­ti­ne) gelöst und mit dem Ein­weich­was­ser weg­ge­schüt­tet. Der Rest der Lek­ti­ne geht dann beim Kochen kaputt, wes­halb man gekoch­te Kicher­erb­sen (und übri­gens auch grü­ne Erb­sen und Boh­nen) beden­ken­los ver­zeh­ren kann. Rohe Kicher­erb­sen soll­te man nicht essen.

Zutaten für 4 Portionen

  • 150 g Kicher­erb­sen (getrock­net gewogen)
  • ½ Zwie­bel
  • 2 Knob­lauch­ze­hen
  • ein paar Fäden Safran
  • 60 ml Olivenöl
  • Saft einer hal­ben Zitro­ne (unge­fähr)
  • Salz, Cayenne­pfef­fer

Zeit

  • 1,5 Stun­den
  • plus 12 Stun­den Ein­weich­zeit für die Kichererbsen

Zubereitung

Am Tag vorher

Wei­che die Kicher­erb­sen über Nacht in einer gro­ßen Schüs­sel mit reich­lich kal­tem Was­ser ein. Sie quel­len auf unge­fähr das Dop­pel­te bis Drei­fa­che ihres ursprüng­li­chen Volu­mens auf und sind dann unge­fähr so groß wie Haselnüsse.

Kichererbsen

90 Minuten vor dem Servieren

Pel­le die Zwie­bel und schnei­de sie klein. Pel­le die Knob­lauch­ze­hen. Gie­ße das Ein­weich­was­ser der Kicher­erb­sen ab.

Set­ze die Kicher­erb­sen mit der Zwie­bel, dem Knob­lauch, einer Pri­se Safran und so viel fri­schem Was­ser auf, dass sie soeben bedeckt sind. Lass‘ sie eine gute Stun­de kochen, bis sie weich gewor­den sind.

Gie­ße sie ab und fan­ge dabei das Koch­was­ser auf.

Pürie­re die Erb­sen zusam­men mit der gekoch­ten Zwie­bel und dem Knob­lauch mit dem Oli­ven­öl und so viel von dem Koch­was­ser, dass eine nicht zu dün­ne Crè­me ent­steht. Schme­cke mit Salz, Cayenne­pfef­fer und Zitro­nen­saft ab.

Einweichen vergessen?

Im aller­schlimms­ten Not­fall tut’s auch eine klei­ne Dose Kicher­erb­sen aus der Kon­ser­ve. Die brauchst Du natür­lich nicht mehr zu kochen. Abgie­ßen, abspü­len und anstel­le des Koch­was­sers unge­fähr ein Vier­tel­li­ter Gemü­se­brü­he zum Verdünnen.

Dazu passt

Hum­mus ist Bestand­teil einer gro­ßen gemisch­ten Plat­te mit allen mög­li­chen ara­bisch-marok­ka­ni­schen Köst­lich­kei­ten. Da die­se meist stark gewürzt sind, ist Hum­mus der idea­le Begleiter.

Quelle

Es gibt ver­mut­li­che undendlich vie­le Hum­mus-Rezep­te. Die­se Vari­an­ti­on habe ich dem Buch der Brü­der Obau­er ent­nom­men: Koche lie­ber lei­den­schaft­lich! Das Koch­buch für Leu­te mit Geschmack (Knaur 2008), in dem sie es als per­fek­te Bei­la­ge zu Rin­der­fi­let mit Zitro­nen, Kapern und Sar­del­len empfehlen.

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