Lammkeule mit Zitrone geschmort, dazu Ratatouille und Rosmarinkartoffeln

Für dieses Rezept brauchst Du viel Geduld, aber es macht nicht viel Arbeit. Die meiste Zeit ver­bringt das Fleisch damit, ohne Dein Zutun san­ft vor sich hin zu garen. Du musst nicht ein­mal umrühren.

Durch die lange Garzeit bei geringer Hitze wird das Fleisch unglaublich zart – es zer­fällt qua­si von selb­st. Du soll­test ihm aber auch die notwendi­ge Zeit geben – wenn Du die Geduld ver­lierst und ihm zu viel Feuer machst, wird es zäh.

Im Topf geschmortes Lamm ist kein beson­ders orig­inelles Rezept. Dieses hier unter­schei­det sich durch eine kleine Zutat von den Tausenden ander­er Rezepte da draußen im Netz: eine in Achtel geschnit­tene Zitrone schmort von Anfang an mit und sorgt für eine leichte Säure und ein frisches Aro­ma.

Natür­lich kannst Du das Lamm auch mit ein­er anderen Beilage servieren. Ich finde aber, dass Rata­touille und Röstkartof­feln die per­fek­ten Begleit­er sind.
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Zutaten

Für 4 Por­tio­nen

Lammkeule

  • 1 Lammkeule von ca. 800 bis 1000 g (ohne Knochen) oder 1000 bis 1200 g (mit Knochen)
  • ½ rote Zwiebel
  • 3 bis 4 Knoblauchze­hen
  • 1 bis 2 Zweige Ros­marin
  • einige Stän­gel Thymi­an
  • ½ TL Laven­del­blüten (getrock­net)
  • 1 Tomate
  • ½ Zitrone (unbe­han­delt)
  • Olivenöl
  • Salz, Pfef­fer

Ratatouille

  • ½ rote Zwiebel
  • 1 kleine Aubergine
  • 1 Hand­voll bre­ite grüne Bohnen
  • 1 rote Papri­ka
  • 1 mit­tel­große gelbe Zuc­chi­ni
  • 2 Tomat­en
  • Olivenöl
  • Salz, Pfef­fer

Rosmarinkartoffeln

  • 6 große, fes­tkochende Kartof­feln
  • 1 Zweig Ros­marin
  • Olivenöl
  • Salz

Du brauchst

  • 3 Töpfe
  • 1 ofen­feste Form für die Ros­marinkartof­feln

Zeit

  • dreimal 15 Minuten Arbeit, mit län­geren Pausen dazwis­chen
  • 2½ Stun­den Schmorzeit

Zubereitung

3 Stunden vor dem Servieren

Ent­ferne über­schüs­siges Fett und Häutchen von der Lammkeule. Pelle die Knoblauchze­hen und die Zwiebel und schnei­de bei­des in grobe Stücke.

Lammkeule

Brate die Lammkeule in Olivenöl von ein­er Seite unge­fähr 5 Minuten kräftig an. Drehe das Fleisch um, gib Zwiebel, Knoblauch, Ros­marin und Thymi­an dazu und brate alles von der anderen Seite noch ein­mal unge­fähr 5 Minuten. Achte darauf, dass nichts anbren­nt, aber schön braun wird. So entste­hen die begehrten Rös­taromen, die das ganze Gericht würzig schmeck­en lassen.

Schnei­de die Tomate in Vier­tel oder Achtel, die halbe Zitrone in vier Stücke, und gib bei­des zum Fleisch. Würze kräftig mit Salz und frisch gemahlen­em Pfef­fer. Gieße etwas Wass­er dazu, so dass ein paar Mil­lime­ter Flüs­sigkeit den Topf­bo­den bedeck­en. Reduziere die Hitze auf ein Min­i­mum und lass’ alles miteinan­der bei geschlossen­em Deck­el 1½ Stun­den san­ft vor sich hin schmoren.

Minimale Hitze

Die Herd­plat­te soll so eingestellt sein, dass die Flüs­sigkeit so ger­ade eben köchelt. Nur so wird das Fleisch zart. Mehr Hitze bringt nichts – es wird dann nur zäh.

45 Minuten vorher

Heize den Back­ofen auf 200 °C vor.

Nimm das Fleisch aus dem Schmor­sud und lege es in einen weit­eren Topf. Gieße den Schmor­sud durch ein feines Sieb zum Fleisch, damit alle Kräuter­stän­gel und son­sti­gen groben Bestandteile aus­ge­siebt wer­den. Lass’ Fleisch und Sauce bei geringer Hitze weit­er köcheln.

Gemüse für Ratatouille

Putze das Gemüse für die Rata­touille und schnei­de es in mundgerechte Stücke.

Tipp

Du kannst auch andere Gemüs­esorten nehmen. Achte auf eine bunte Mis­chung.

Schäle die Kartof­feln und koche sie in Salzwass­er fast gar. Gieße sie ab und lass’ sie abdampfen. Schnei­de sie längs in Vier­tel.

Hacke die Ros­marin­nadeln fein. Ver­mis­che Kartof­fel­stücke, Ros­marin und Olivenöl in ein­er ofen­festen Form und schiebe sie in den Back­ofen (mit­tlere Schiene). Nach unge­fähr 15 Minuten soll­test Du mal kon­trol­lieren, ob sie schon braun gewor­den sind und sie wen­den, wenn nötig. Schaue dann unge­fähr alle 10 Minuten nach.

30 Minuten vorher

Brate das Gemüse in etwas Olivenöl kurz an und gib es in den Topf zu Fleisch und Sauce. Zuerst die Gemüse, die länger dauern, also zuerst die Aubergine, dann die Bohnen, die Papri­ka und zum Schluss die Zuc­chi­ni. Die Tomat­en kom­men noch später dran. Rühre kurz um und lege das Fleisch auf das Gemüse. Jet­zt nicht mehr rühren, damit das Gemüse nicht zefällt. Lass’ alles bei geringer Hitze unge­fähr 10 bis 15 Minuten san­ft gar wer­den.

5 Minuten vorher

Gib die Tomat­en in den Topf und lass sie in ein paar Minuten heiß wer­den. Sie sollen nicht zer­fall­en.

Nimm das Fleisch aus dem Topf und schnei­de es in unge­fähr 1cm dicke Scheiben. Schmecke das Gemüse mit Salz und Pfef­fer ab, richte es auf  Tellern an. Lege zwei Scheiben Fleisch und ein paar Kartof­felspal­ten dazu und serviere.

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