Muscovado-Zucker

Was ist eigent­lich das Beson­de­re an dem teu­ren Mus­co­va­do-Zucker? Und ist er beson­ders gesund?

Zucker wird ent­we­der aus Zucker­rü­ben oder aus Zucker­rohr her­ge­stellt. Es gibt eini­ge wei­te­re Zuckerquellen,wie zum Bei­spiel Pal­men­blü­ten, aus denen Palm­zu­cker her­ge­stellt wird, der in eini­gen thai­län­di­schen Rezep­ten benö­tigt wird. Wirt­schaft­lich spie­len die­se Sor­ten aber prak­tisch kei­ne Rolle.

Che­misch besteht zwi­schen rei­nem Rüben–  und Rohr­zu­cker kein Unter­schied und auch optisch kann man die bei­den Sor­ten nicht unter­schei­den. In Euro­pa wird haupt­säch­lich Rüben­zu­cker verkauft.

Der dun­kel- bis hell­brau­ne Mus­co­va­do-Zucker wird aus Zucker­rohr her­ge­stellt. Er ist eine Vor­stu­fe zu wei­ßen Zucker, denn er ist noch nicht gerei­nigt und raf­fi­niert. Des­halb ent­hält er noch alle Farb- und sons­ti­gen Inhalts­stof­fe des Zucker­rohrs und schmeckt nicht nur süß, son­dern aro­ma­tisch-kara­mel­lig. Außer­dem ist er noch nicht aus­kris­tal­li­siert und ent­hält noch ein biss­chen Feuch­tig­keit. Gesün­der ist er des­halb nicht, aber er schmeckt unend­lich viel aro­ma­ti­scher. Im Han­del bekommt man eine dunk­le­re und eine hel­le­re Sor­te, die sich durch ihren Anteil an Melas­se unter­schei­den (das ist ein brau­ner Sirup, der als Neben­pro­dukt bei der Zucker­her­stel­lung anfällt).

Man soll­te Mus­co­va­do-Zucker übri­gens nicht mit brau­nem Zucker gleich­set­zen. In den Tüt­chen mit brau­em Zucker ist meist gemah­le­nes Kara­mell, also geschmol­ze­ner wei­ßer Rüben­zu­cker, der nach dem Erkal­ten wie­der gemah­len wird. Die bräun­lich-grau­en Zucker­wür­fel in man­cher Tee­stu­be bestehen aus unge­bleich­tem Rüben­zu­cker. Bei­de sind geschmack­lich mei­len­weit von Mus­co­va­do-Zucker entfernt. 

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