Koriandergrün

Koriandergrün hat einen sehr eigenen Geschmack irgendwo zwischen frisch und würzig, den man mögen kann oder auch nicht. In vielen Büchern wird er als »wanzig« beschrieben – allerdings habe ich keine Ahnung, woher die Autoren wissen, wie Wanzen schmecken. Ich habe noch nie eine probiert.

Koriander kennt man aus der südamerikanischen Küche (er ist ein unverzichtbarer Bestandteil der bekannten Avocadopaste namens Guacamole). Vor allem aber aus asiatischen Gerichten ist er nicht wegzudenken.

Das Spannende an dem Kraut ist, dass es viele verschiedene Sorten gibt, die – botanisch gesehen – gar kein Koriander sind. Sie werden halt so genannt, weil sie irgendwie nach Koriander schmecken.

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Gremolata

Gremolata

Gremolata ist eine Würzmischung aus abgeriebener Zitronenschale, fein gehackter Petersilie und Knoblauch. Je nach Verwendungszweck wird sie manchmal noch durch Rosmarin, Salbei oder Thymian ergänzt. Sie ist unverzichtbarer Bestandteil eines  alla Milanese. Man kann sie aber auch zu anderem Fleisch oder gegrilltem Fisch geben. Kürbis- und anderen Suppen verleiht sie ein warmes Zitrusaroma. Um die … Weiterlesen

Ossobucco mit Risotto Milanese

Ossobuco

Dem bekennenden Allesfresser läuft schon beim Namen das Wasser im Mund zusammen: Ossobuco. Schon wie das klingt! Fleisch! Langsam gegartes, köstliches, auf der Zunge zergehendes Fleisch! Bestreut mit einer selbstgemachten Gremolata. Und dazu Risotto … Ach Italien, Du hast es besser!

Schnelle Küche ist Ossobuco definitiv nicht, aber auch nicht aufwändig. Nach ein paar Minuten Vorbereitung kannst Du das Fleisch für ein paar Stunden sich selbst überlassen. Es schmort langsam vor sich hin, wird dabei immer zarter, ohne dass Du Dich darum kümmern musst und ist damit der ideale Begleiter zu Risotto oder Ähnlichem, das Deine Aufmerksamkeit fordert.

A propos Aufmerksamkeit: Auch falls Du mal das Bedürfnis haben solltest, jemanden mit Deinen Kochkünsten zu beeindrucken, ist Ossobuco perfekt. Einerseits eignet es sich sowieso zum Angeben, andererseits kannst Du während der langen Schmorzeit alles andere vorbereiten, auch noch duschen und Deine Aufmerksamkeit ganz der oder dem Angeschwärmten widmen …

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Zitronen-Joghrut-Creme

Joghurt-Zitronen-Creme

Dessert ist oft eine undankbare Sache. Man steht stundenlang in der Küche und ziseliert Süßkram in Form, der dann entweder mit einem »boah, ich bin so satt, ich schaff‘ keinen Nachtisch mehr« oder auch einer kultivierteren Äußerung mehr oder minder höflich abgelehnt wird. Oder er ist innerhalb weniger Minuten weggefuttert. Auf keinen Fall wird er gebührend gewürdigt.

Das wird Dir mit dieser Creme nicht passieren. Sie ist leicht und fruchtig, zitronig und doch nicht sauer und passt immer noch ‚rein.

Übrigens ist es fast egal, ob Du nur ein paar Freunde beglücken willst oder eine Riesenschüssel für die Party zusammenrührst – niemand wird ahnen, dass Du nur ein paar Minuten in der Küche gestanden hast. Du musst nur ein wenig planen und viel Geduld haben, denn sie braucht einige Stunden bis sie im Kühlschrank fest geworden ist.

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Steinpilz-Risotto

Keine Angst vor Risotto

Risotto ist der Angstgegner jedes ambitionierten Hobbykochs. Angeblich ist es höllenschwierig zu kochen, muss man ständig im Topf rühren und Angst haben, dass es entweder matschig wird oder zu hart bleibt.

Alles Unfug. Risotto ist nicht schwieriger zu kochen als jedes andere Reisgericht auch. Risotto kann jeder – wenn man ein paar Dinge beachtet. Hat man die paar Regeln erst mal intus, kann nichts mehr schief gehen und man hat die Grundlagen für eines der vielfältigsten Gerichte der Welt.

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Spaghetti mit rotenLinsen

Spaghetti mit roten Linsen

Der Schwabe kennt’s als Linsen und Spätzle. Bewohner weniger exotischer Landstriche stehen der Kombination von Nudeln und Linsen erst einmal skeptisch gegenüber.

Noch weiter südlich, im Süden Italiens, sind Pasta e lenticchie das Arme-Leute-Essen schlechthin: Linsen sind billig und nahrhaft, Spaghetti hat man sowieso im Haus und Tomaten im Garten.

Wir kaufen alles im Supermarkt und freuen uns auf ein Gericht, das schneller auf dem Tisch gebracht ist als der Pizzalieferant vor der Tür steht. Man sollte Kochen allerdings als feierabendliche Entspannung betrachten, denn die Zubereitung erfordert Geschwindigkeit und Präzision.

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Tagliata

Tagliata mit Rucola und Walnuss-Pesto

»Tagliare« ist italienisch, heißt »schneiden« und kommt in allen möglichen Zusammenhängen vor. Wir alle kennen zum Beispiel die »Tagliatelle«. Jetzt könnte man meinen, dass Tagliata dem Italiener sein Aufschnitt ist, läge damit aber falsch. Tagliata, genauer Tagliata die Manzo ist dünn geschnittenes Rindfleisch, das mit Öl und Kräutern gewürzt wird. Im Gegensatz zu Carpaccio wird Tagliata aber nicht roh verzehrt.

Es gibt vermutlich so viele Arten, Tagliata zuzubereiten, wie es Italiener gibt, und dann noch mal so viele angebliche Verfeinerungen von irgendwelchen Besserwissern. Der eine macht’s aus Steak, das er brät und fein schneidet, der andere schneidet das Fleisch erst klein und brät es dann. Hier stelle ich eine Variante aus klassischem Roastbeef vor, was den Vorteil hat, dass man eben auch noch ein klassisches Roastbeef hat.

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