Sülze vom Coq au Vin

Sülze vom Coq au Vin

Letzthin gab es Coq au Vin. Und da ich hungrige Gäste hatte, blieb weniger vom Fleisch über als gedacht. Aber Brühe und Gemüse war noch da.

Kreative Resteverwertung war angesagt. Und da die Brühe im Kühlschrank sowieso schon schön glibberig geworden war, lag die Idee nahe: Warum nicht Sülze daraus machen?

Ja ja, dafür werden normalerweise Schweinefüße oder -köpfe ausgekocht. Dummerweise hatte ich aber gerade keine, aber noch ein paar Blatt Gelatine. Nicht die reine Lehre, aber es sollte ja auch ein Experiment werden.

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Pimenton

Pimenton

Pimentón – genauer gesagt: Pimentón de la Vera – ist eine spanische Spezialität: Paprikapulver mit einem starken Räuchergeschmack. Es wird in der Region Extremadura hergestellt. Dafür werden reife Paprikaschoten getrocknet, über Eichenholz geräuchert und ohne Kerne (die bitter wären) und Stiele zu einem feinen Pulver zermahlen. Es gibt eine milde (dulce) und eine scharfe Sorte (picante … Weiterlesen

Coq au Vin

Coq au Vin

Ich mag keine Filme mit Til Schweiger. Ich mag Coq au Vin. Den französischen Klassiker, der im Titel des Films zu »Kokowääh« wird, was angeblich Kindersprache sein soll. Na ja. Wahrscheinlich sagen das die selben Leute, die »Wenngg« und »Penngg« lustig finden.

Dennoch, auch von schlechten Filmen – soweit man das anhand des Trailers beurteilen kann – sollte man sich nicht davon abhalten lassen, die köstliche Kombination von Wein und Huhn mal wieder zu kochen. Also nichts wie los, beim Metzger des Vertrauens einen ordentlichen Landgockel gekauft, den Weinvorrat aufgefüllt und los geht’s.

Und vielleicht bringt ja die Erwähnung von Til Schweiger, Kokowääh und Coq au Vin eine gute Platzierung in den Suchmaschinen. Deshalb gleich noch mal: Coq au Vin ist das Rezept, mit dem Til Schweiger in dem Film Kokowääh angeblich alle Frauen rumkriegt.

Jetzt reicht’s aber mit dem Geschwafel. Ran an den Herd.

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Sauce Rouille

Sauce Rouille

Rouille ist eine unverzichtbare Zutat zur Bouillabaisse, der berühmten französischen Fischsuppe, aber auch zu anderen südfranzösischen Fischgerichten. Sie besteht im Wesentlichen aus im Mörser zerstampftem Knoblauch, Chili und gekochten Kartoffeln. Dazu kommen manchmal Weißbrotkrümel und immer Safran und Olivenöl. Die Chilis und der Safran geben der Sauce eine gelbrote Farbe. Manchmal versucht der Händler auch, … Weiterlesen

Kaninchen a la Bouillabaisse

Kaninchen a la Bouillabaisse

Bouillabaisse, das ist doch diese französische Fischsuppe – im Magazin der Süddeutschen Zeitung las ich kürzlich eine Variation des Rezepts mit Kaninchen, die ich unbedingt ausprobieren wollte.

Abgesehen von den bei Spitzenköchen üblichen Affigkeiten (Warum zum Teufel soll man genau 280g Zwiebeln nehmen, wenn das genaue Gewicht des Kaninchens anscheinend nicht so wichtig ist?) und Ungenauigkeiten (Wie viele Kartoffeln brauche ich denn nun eigentlich, um  genau 350g geschälte zu bekommen?) war das Rezept nett beschrieben und ich habe es einfach mal nachgekocht und ein klein wenig angepasst.

Das Resultat ist spektakulär und Du wirst Ah’s und Oh’s für Deine kreative Interpretation eines Klassikers ernten.

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Artischocken

Artischocken

Angeblich hat ein Arzt aus dem Land der unbegrenzten Klagemöglichkeiten ein Restaurant verklagt, weil die stacheligen Blätter einer Artischocke ihm beinahe den Darm aufgeschlitzt hätten. Der Kellner hätte ihn aufklären müssen, dann hätte er das ihm völlig unbekannte Distelgewächs nicht im Ganzen verzehrt.

Wundern kann man sich in diesem Zusammenhang über vieles, insbesondere aber darüber, dass ausgerechnet ein Arzt eine Pflanze nicht kennt, deren Heilkraft bereits die alten Ägypter priesen. Sie wirkt verdauungsfördernd und cholesterinsenkend und ihr Nährwert (jede Menge Kalzium, Kalium und Magnesium) ist unschlagbar.

Zu hart, zu wenig dran, zu aufwändig zuzubereiten sind die gängigen Vorurteile, die die Artischocke immer wieder treffen. Das mit der aufwändigen Zubereitung stimmt und stimmt nicht. In vielen Rezepten wird nur der fleischige Boden verwendet, und bis man den erreicht, hat man in der Tat viel zu tun.

Die andere, nicht minder delikate und dabei viel sinnlichere Möglichkeit, sich der Artischocke kulinarisch zu nähern, ist dagegen für den Koch überhaupt nicht aufwändig.

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Miso-Suppe (voll die Tüte)

Miso-Suppe (voll die Tüte)

Neulich hat mich jemand darauf aufmerksam gemacht, dass dieser Blog zwar den Zusatz » Kochen (fast) ohne Tüte« im Titel trägt, bisher aber kein Rezept aufgetaucht sei, das von Fertigzutaten Gebrauch mache.

Das musste geändert werden.

Der örtliche japanische Mini-Supermarkt bietet eine eindrucksvolle Auswahl an Instant-Suppen. Ich erwarb eine Tüte mit separat abgepackten 8 Portionen Miso-Suppe. Und weil ich’s doch nicht ganz lassen kann, wird die Suppe mit etwas Sesam-Paste verfeinert.

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Orangen filetieren

Orangen filetieren

Orangen, Grapefruits – Leute mit feinen Fingerchen schaffen’s auch bei Zitronen – werden alle nach dem selben Prinzip erst geschält und dann die Fruchtspalten herausgelöst. Weil’s auf dem Foto schönere Kontraste gibt, zeige ich die Technik hier am Beispiel einer rosa Grapefruit.

Du brauchst auf jeden Fall ein scharfes Messer. Alles andere ist zweitrangig. Scharf muss es sein. Ich wiederhole: scharf. Nicht gerade rasiermesserscharf, aber fast. »Wird schon scharf genug sein« reicht nicht. Mit einem nicht ausreichend scharfen Messer richtest Du nur ein Massaker an der Frucht an, nichts klappt, und das Ergebnis wird Dich enttäuschen.

Also noch einmal: wenn Du kein wirklich scharfes Messer hast, lass‘ es besser bleiben. Mit dem richtigen Werkzeug geht’s aber relativ einfach und mit ein bisschen Übung auch einigermaßen flott.

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