Kaninchen a la Bouillabaisse

Kaninchen a la Bouillabaisse

Bouil­la­baisse, das ist doch diese fran­zö­si­sche Fisch­suppe – im Maga­zin der Süd­deut­schen Zei­tung las ich kürz­lich eine Varia­tion des Rezepts mit Kanin­chen, die ich unbe­dingt aus­pro­bie­ren wollte.

Abge­se­hen von den bei Spit­zen­kö­chen übli­chen Affig­kei­ten (Warum zum Teu­fel soll man genau 280g Zwie­beln neh­men, wenn das genaue Gewicht des Kanin­chens anschei­nend nicht so wich­tig ist?) und Unge­nau­ig­kei­ten (Wie viele Kar­tof­feln brau­che ich denn nun eigent­lich, um  genau 350g geschälte zu bekom­men?) war das Rezept nett beschrie­ben und ich habe es ein­fach mal nach­ge­kocht und ein klein wenig ange­passt.

Das Resul­tat ist spek­ta­ku­lär und Du wirst Ah’s und Oh’s für Deine krea­tive Inter­pre­ta­tion eines Klas­si­kers ern­ten.

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Artischocken

Artischocken

Angeb­lich hat ein Arzt aus dem Land der unbe­grenz­ten Kla­ge­mög­lich­kei­ten ein Restau­rant ver­klagt, weil die sta­che­li­gen Blät­ter einer Arti­scho­cke ihm bei­nahe den Darm auf­ge­schlitzt hät­ten. Der Kell­ner hätte ihn auf­klä­ren müs­sen, dann hätte er das ihm völ­lig unbe­kannte Dis­tel­ge­wächs nicht im Gan­zen ver­zehrt.

Wun­dern kann man sich in die­sem Zusam­men­hang über vie­les, ins­be­son­dere aber dar­über, dass aus­ge­rech­net ein Arzt eine Pflanze nicht kennt, deren Heil­kraft bereits die alten Ägyp­ter prie­sen. Sie wirkt ver­dau­ungs­för­dernd und cho­le­ste­rin­sen­kend und ihr Nähr­wert (jede Menge Kal­zium, Kalium und Magne­sium) ist unschlag­bar.

Zu hart, zu wenig dran, zu auf­wän­dig zuzu­be­rei­ten sind die gän­gi­gen Vor­ur­teile, die die Arti­scho­cke immer wie­der tref­fen. Das mit der auf­wän­di­gen Zube­rei­tung stimmt und stimmt nicht. In vie­len Rezep­ten wird nur der flei­schige Boden ver­wen­det, und bis man den erreicht, hat man in der Tat viel zu tun.

Die andere, nicht min­der deli­kate und dabei viel sinn­li­chere Mög­lich­keit, sich der Arti­scho­cke kuli­na­risch zu nähern, ist dage­gen für den Koch über­haupt nicht auf­wän­dig.

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Miso-Suppe aus der Tüte

Miso-Suppe (voll die Tüte)

Neu­lich hat mich jemand dar­auf auf­merk­sam gemacht, dass die­ser Blog zwar den Zusatz » Kochen (fast) ohne Tüte« im Titel trägt, bis­her aber kein Rezept auf­ge­taucht sei, das von Fer­tig­zu­ta­ten Gebrauch mache.

Das musste geän­dert wer­den.

Der ört­li­che japa­ni­sche Mini-Super­markt bie­tet eine ein­drucks­volle Aus­wahl an Instant-Sup­pen. Ich erwarb eine Tüte mit sepa­rat abge­pack­ten 8 Por­tio­nen Miso-Suppe. Und weil ich’s doch nicht ganz las­sen kann, wird die Suppe mit etwas Sesam-Paste ver­fei­nert.

Wei­ter­le­senMiso-Suppe (voll die Tüte)

Orangen filetieren

Orangen filetieren

Oran­gen, Grape­fruits – Leute mit fei­nen Fin­ger­chen schaffen’s auch bei Zitro­nen – wer­den alle nach dem sel­ben Prin­zip erst geschält und dann die Frucht­spal­ten her­aus­ge­löst. Weil’s auf dem Foto schö­nere Kon­traste gibt, zeige ich die Tech­nik hier am Bei­spiel einer rosa Grape­fruit.

Du brauchst auf jeden Fall ein schar­fes Mes­ser. Alles andere ist zweit­ran­gig. Scharf muss es sein. Ich wie­der­hole: scharf. Nicht gerade rasier­mes­ser­scharf, aber fast. »Wird schon scharf genug sein« reicht nicht. Mit einem nicht aus­rei­chend schar­fen Mes­ser rich­test Du nur ein Mas­sa­ker an der Frucht an, nichts klappt, und das Ergeb­nis wird Dich ent­täu­schen.

Also noch ein­mal: wenn Du kein wirk­lich schar­fes Mes­ser hast, lass‘ es bes­ser blei­ben. Mit dem rich­ti­gen Werk­zeug geht’s aber rela­tiv ein­fach und mit ein biss­chen Übung auch eini­ger­ma­ßen flott.

Wei­ter­le­senOran­gen file­tie­ren

Szechuan-Pfeffer

Szechuanpfeffer

Der Name die­ses Gewür­zes lei­tet sich aus sei­ner Her­kunft in der gleich­na­mi­gen chi­ne­si­schem Pro­vinz her. Auch die Bezeich­nun­gen »Chi­ne­si­scher Pfef­fer« oder »Japa­ni­scher Pfef­fer« sind üblich. Sze­chuan-Pfe­f­­fer ist übri­gens die deut­sche Schreib­weise. In schlam­pig aus dem Eng­li­schen über­setz­ten Koch­bü­chern wird er auch als »Sichuan-Pfe­f­­fer« bezeich­net. Die Pflanze ist eigent­lich ein Zitrus­ge­wächs, was man den als Gewürz …

Wei­ter­le­senSze­chuan­pfef­fer

Scharfes Schweinefleisch mit Gurke

Scharfes Szechuan-Schweinefleisch mit Gurke

Asia­tisch kochen ist ganz ein­fach, wenn man die rich­ti­gen Zuta­ten hat. Meis­tens wer­den die glei­chen Grund­be­stand­teile und Würz­mit­tel auf viel­fäl­tige Art mit­ein­an­der kom­bi­niert.

Das gilt auch für die chi­ne­si­sche Küche. Wenn Du für die­ses Rezept ein­kaufst, hast Du schät­zungweise 80% aller Sau­cen im Schrank ste­hen, die Du für wei­tere chi­ne­si­sche Rezepte brauchst. Keine Sorge: das Zeug ver­dirbt nicht so schnell.

Die­ses Gericht lebt von der unter­schied­li­chen Schärfe von Chi­lis und Sze­chuan­pfef­fer, abge­mil­dert durch die Fri­sche der Salat­gurke.

Wei­ter­le­senSchar­fes Sze­chuan-Schwei­ne­fleisch mit Gurke

Rinderhack mit Tofu und Spinat

Gebratenes Rinderhack mit Tofu und Spinat

Hack­fleisch und Tofu ist ein unge­wöhn­li­che Kom­bi­na­tion und hört sich ein biss­chen nach Pro­tein-Over­kill an. Oder nach Fleisch­fres­ser mit schlech­tem Gewis­sen. Oder nach Vege­ta­rier, der’s doch nicht las­sen kann.

Rich­tig gewürzt wie in die­sem chi­ne­si­schen Rezept sind Rind­fleisch und Tofu zusam­men nicht nur unge­wöhn­lich (also grund­sätz­lich mal span­nend), son­dern auch sehr wohl­schme­ckend.

Wei­ter­le­senGebra­te­nes Rin­der­hack mit Tofu und Spi­nat

Dorade

Auf Kartoffeln gedünsteter Fisch

Zur Bekämp­fung der Fol­gen der fet­ten Weih­nachts­gans und der Rest­de­pres­sio­nen in Anbe­tracht des sich in grauen Matsch ver­wan­deln­den Schnees auf den Stra­ßen ist die­ses sizi­lia­ni­sche Gericht gerade rich­tig.

Es weckt Erin­ne­run­gen an den Som­mer, trotz­dem bekommt man alle Zuta­ten (na ja, viele sind es sowieso nicht …) auch im Win­ter und außer­dem ist es gar nicht schwie­rig zu kochen. Eigent­lich kocht es sich fast von selbst.

Wei­ter­le­senAuf Kar­tof­feln gedüns­te­ter Fisch

Rosenkohl mit Haselnussbutter

Rosenkohl mit Haselnussbutter

Rosen­kohl könnte mich fast mit dem Win­ter ver­söh­nen, denn seine Hauptern­te­zeit liegt im Novem­ber und Dezem­ber. In den meis­ten Gegen­den ist er win­ter­hart, so dass es das köst­li­che Gewächs wäh­rend der kal­ten Jah­res­zeit frisch zu kau­fen gibt.
Komi­scher­weise mögen ihn viele Leute nicht, was ver­mut­lich an der fal­schen Zube­rei­tung liegt. Man darf ihn weder zu Matsch ver­ko­chen, doch darf er roh sein.
Und es gibt noch ein klei­nes Geheim­nis, wie man aus den grü­nen Knöll­chen ein wun­der­ba­res Gemüse zau­bert …

Wei­ter­le­senRosen­kohl mit Hasel­nuss­but­ter