Pasta mit Calamaretti, Tomaten und Basilikum

Beim Fisch­händ­ler gab es fri­sche Cala­ma­retti. Das ist eine sehr kleine Art Tin­ten­fi­sche, von denen ich schon mal gehört hatte, dass sie sehr köst­lich sein sol­len. Und da ich immer gerne etwas Neues aus­pro­biere, wan­der­ten die klei­nen Tier­chen in den Ein­kaufs­beu­tel.

Um es gleich vor­weg zu neh­men: es war wirk­lich köst­lich. Und das Rezept ist wirk­lich ein­fach und dau­ert nicht län­ger als Nudeln kochen. Aber wenn ich nur vor­her gewusst hätte, wor­auf ich mich beim Cala­ma­retti put­zen ein­lasse …

Zutaten für 4 Portionen

  • 500 g Cala­ma­retti (Mini-Tin­ten­fi­sche, beim Fisch­händ­ler vor­be­stel­len)
  • 4 Knob­lauch­ze­hen
  • 1 getrock­nete Chi­li­schote
  • 400 g Kirsch­to­ma­ten
  • ½ Bund Basi­li­kum
  • 400 g Spa­ghetti
  • 6 EL Oli­venöl
  • Salz, Pfef­fer

Zeit

  • 90 Minu­ten, davon geht über eine Stunde für’s Put­zen der Cala­ma­retti drauf

Du brauchst

  • viel Geduld
  • starke Ner­ven

Zubereitung

90 Minuten vor dem Servieren: Calamaretti putzen

Wie jede Art von Cal­mar bestehen auch Cala­ma­retti aus einem Kopf mit Ten­ta­keln und einem lan­gen Tubus. Der Fisch­händ­ler hat meist die Kau­werk­zeuge schon ent­fernt, ansons­ten aber nicht viel mit den Tier­chen gemacht.

Calamaretti Tomaten Knoblauch

Das heisst: Du musst die Cala­ma­retti selbst aus­neh­men. Das ist nichts für schwa­che Ner­ven, denn der Tubus ist mit fast nichts als halb­trans­pa­ren­tem Schleim, dem Ske­lett (das aus­sieht wie ein durch­sich­ti­ges Stück Plas­tik) und Gedärm gefüllt. Du schnei­dest den Kopf mit den Ten­ta­keln ab, ziehst das Ske­lett aus dem Tubus und ent­fernst anschlie­ßend mit dem Fin­ger den Schleim­klum­pen im Inne­ren und wäschst den Tubus unter flie­ßen­dem kal­ten Was­ser gut aus. Ja, das ist unge­fähr so eklig, wie es sich anhört.

Ganz zum Schluss ziehst Du die Haut ab – das geht ver­gleichs­weise ein­fach. Hart­nä­ckig anhaf­tende Haut­stü­cke kannst Du mit dem Fin­ger­na­gel abscha­ben.

Das ist alles nicht beson­ders kom­pli­ziert, wie Du anhand des Videos eines Fisch­händ­lers gut nach­voll­zie­hen kannst, das ich auf You­tube gefun­den habe. Der gute Mann nimmt einen gro­ßen Cal­mar aus. Bei Cal­ma­retti geht das grund­sätz­lich genauso, aber weil’s so viele sind, braucht’s halt Zeit.

20 Minuten vorher

Schneide die geputz­ten Cala­ma­retti in unge­fähr 1 cm breite Ringe.

Calamaretti geputzt

Setze einen Topf mit Was­ser für Pasta auf.

Hal­biere oder vier­tele die Toma­ten, je nach Größe.

Pelle den Knob­lauch und schneide ihn in grobe Stü­cke.

Zupfe die Blät­ter vom Basi­li­kum und schneide sie in feine Strei­fen.

10 Minuten vorher

Koche die Pasta eine Minute kür­zer als auf der Packung steht.

Wäh­rend die Pasta kocht, brätst Du die Cala­ma­retti in sehr hei­ßem Oli­venöl 30 Sekun­den an, gibst die Toma­ten dazu und lässt sie 2 bis 3 Minu­ten mit bra­ten. Redu­ziere die Hitze, so dass die Mischung nur noch leicht köchelt. Schme­cke mit etwas Salz und Pfef­fer ab.

Gieße die Pasta ab und gib sie tropf­nass zu den Toma­ten. Lass‘ sie unge­fähr 1 Minute in der Sauce zie­hen, damit sie den Geschmack gut auf­neh­men.

Kurz vor dem Servieren

Unmit­tel­bar vor dem Ser­vie­ren mischst Du die Basi­li­kum­strei­fen unter und schmeckst noch ein letz­tes Mal ab.

Variationen

Wenn Dir das Cala­ma­retti put­zen zu auf­wän­dig ist: Das Rezept schmeckt auch gut mit fri­schen Scampi.

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