Pastinaken-Knoblauch-Creme (Pastinaken-Skordalia)

Skordalia ist eigent­lich grie­chisch. Pas­ti­na­ken sind so unge­fähr das bri­tischste Gemüse, das ich mir vor­stel­len kann. Und das soll zusam­men­pas­sen? Die Sonne Grie­chen­lands mit dem Dau­er­re­gen Eng­lands? Som­mer­ge­müse und Win­ter­ge­müse?

Mal abge­se­hen davon, dass das mit dem eng­li­schen Dau­er­re­gen ein längst wider­leg­tes Vor­ur­teil ist: erstaun­li­cher­weise pas­sen diese unter­schied­li­chen Zuta­ten sehr gut zusam­men. Die süß­lich-nus­sig schme­cken­den gekoch­ten Pas­ti­na­ken glei­chen die zwieb­lige Schärfe der Rie­sen­menge Knob­lauch aus, die Du in die­sem Rezept ver­ar­bei­test.

Du kannst die Creme wie eine tra­di­tio­nelle Skordalia als Vor­speise oder einer Mezze-Platte rei­chen. Sie eig­net sich aber auch als Grund­lage eines kräf­ti­gen Dres­sings für win­ter­li­che Gemüse-Salate.

Zutaten

  • 1 Hand­voll Hasel­nüsse (ca. 30 bis 40 g)
  • 1 Knob­lauch­knolle (ca. 50 bis 60 g)
  • 1 mitt­lere Pas­ti­nake (ca. 150 g)
  • 300 ml Milch
  • ½ Zitrone
  • 50 ml Oli­venöl
  • ein paar Blätt­chen glatte Peter­si­lie
  • Salz, Pfef­fer

Zeit

  • 30 Minu­ten

Zubehör

  • Back­ofen
  • Mixer oder Pürier­stab

Zubereitung

Heize den Back­ofen auf 200 °C vor. Röste die Hasel­nüsse 10 bis 15 Minu­ten, bis die brau­nen Häute auf­plat­zen. Schütte sie auf ein Küchen­hand­tuch und reibe kräf­tig, um die Scha­len zu ent­fer­nen. Die Nüs­sen müs­sen dafür noch heiß sein.

Pastinaken

Wäh­rend die Nüsse im Ofen rös­ten, kannst Du schon mal die Pas­ti­nake schä­len und längs vier­teln. Ent­ferne den den fase­rig-har­ten Kern und schneide sie in Stü­cke. Pelle den Knob­lauch.

Gib Pas­ti­na­ken­stü­cke, Knob­lauch und Hasel­nüsse in einen klei­nen Topf und koche sie mit der Milch auf. Lass‘ alles unge­fähr 15 Minu­ten köcheln, bis die Pas­ti­nake weich ist.

Wäh­rend­des­sen kannst Du schon mal die Peter­si­lie fein hacken. Es sollte unge­fähr 1 EL dabei her­aus­kom­men.

Gieß‘ die Koch­flüs­sig­keit ab (nicht weg­wer­fen, Du brauchst sie noch) und gib Pas­ti­nake, Knob­lauch und Nüsse sowie das Oli­venöl in den Mixer und ver­ar­beite sie zu einer gleich­mä­ßi­gen Paste. Je nach Kon­sis­tenz musst Du noch Koch­flüs­sig­keit zuge­ben.

Tipp

Du kannst die Paste vor­be­rei­ten und einen oder zwei Tage im Kühl­schrank lagern. Hebe auch die Koch­flüs­sig­keit auf, denn die Paste wird noch etwas fes­ter, wenn Du sie ste­hen lässt, und Du kannst sie mit der Knob­lauch-Pas­ti­na­ken-Milch wie­der geschmei­di­ger machen.

Schme­cke mit Zitro­nen­saft, Salz und Pfef­fer ab und rühre die Peter­si­lie unter. Fer­tig.

Dazu passt

Du kannst die Creme mit Weiß­brot als Vor­speise rei­chen oder als Bestand­teil einer grie­chi­schen Vor­spei­sen­platte. Sie macht sich auch gut als Bestand­teil eines Dres­sings für Kar­tof­fel- oder Rote-Bete-Salat.

Variationen

Ersetze die Pas­ti­nake durch die glei­che Menge Kar­tof­feln und die Hasel­nüsse durch gepellte Man­deln. Das ist dann schon ziem­lich nah am grie­chi­schen Ori­gi­nal.

Quelle

Das Rezept stammt aus dem Gemü­se­koch­buch von Matt Wil­kin­son, 2012 bei Dor­ling-Kin­ders­ley erschie­nen.

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