Pastizio

Die­ses Gericht ist sicher­lich der Klas­si­ker der grie­chi­schen Küche und eines der belieb­tes­ten Nach­koch-Gerich­te der deut­schen Urlaubs­kü­che. Eine grie­chi­sche Kol­le­gin hat mir die ent­schei­den­de Zutat ver­ra­ten, die in ein ech­tes grie­chi­sches Pas­ti­zio (auch „Pas­tit­sio“ geschrie­ben) gehört.

Die Metho­de, Nudeln mit Fleisch und einer Becha­mel-Sau­ce zu über­ba­cken, ist im gan­zen Mit­tel­meer­raum zu fin­den. Auch die Lasa­gne beruht ja letzt­lich auf der glei­chen Idee. Die Grie­chen schwö­ren dar­auf, dass sie’s erfun­den haben.

Die ent­schei­den­de Zutat, die ein ech­tes grie­chi­sches Pas­ti­zio von einem schnö­den Mak­ka­ro­ni-Hack­fleisch-Auf­lauf unter­schei­det, ist die Gewürz­kom­bi­na­ti­on aus Min­ze und Zimt. Man­che mischen auch noch gerie­be­nen Hart­kä­se in die Becha­mel-Sau­ce. Die grie­chi­sche Kol­le­gin und ich fin­den aber, dass Käse über­flüs­sig ist und nur von dem deli­ka­ten Zimt­aro­ma ablenkt.

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 Zwie­bel
  • 1 Knob­lauch­ze­he
  • 1 EL Petersilie
  • 2 EL Olivenöl
  • 400 g Hack­fleisch (gemischt)
  • etwas Weiß­wein
  • 1 TL Zimt
  • 1 Lor­beer­blatt
  • 250 bis 350 g gehack­te Toma­ten aus der Dose
  • 250 g kur­ze Nudeln
  • 3 EL But­ter plus etwas But­ter für die Form
  • 1 TL getrock­ne­te Minze
  • 2 EL Semmelbrösel
  • Salz, Pfef­fer

Bechamelsauce

  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • 500 ml Milch
  • Mus­kat­nuss
  • Salz, Pfef­fer

Zeit

  • 45 Minu­ten Arbeitszeit
  • Plus 60 Minu­ten Back- und Ruhezeit

Zusammenfassung

  • Fleisch­sauce zubereiten
  • Becha­mel­sauce zubereiten
  • Nudeln kochen
  • In die Auf­lauf­form schichten
  • Backen

Zubereitung

90 Minuten vor dem Servieren

Hacke die Zwie­bel, den Knob­lauch und die Peter­si­lie fein.

Düns­te die Zwie­bel und Knob­lauch in Oli­ven­öl gla­sig und gib dann die Peter­si­lie dazu.

Gib auch das Hack­fleisch dazu bra­te es krü­me­lig. Lösche mit etwas Weiß­wein ab, gib den Zimt und das Lor­beer­blatt dazu und las­se die Flüs­sig­keit wie­der ver­ko­chen. Gib dann unge­fähr 250 g Toma­ten dazu und las­se die Mischung 20 bis 30 Minu­ten gut durch­ga­ren. Die Sau­ce soll­te feucht sein aber nicht zu flüs­sig. Wenn sie noch zu flüs­sig ist, lässt Du sie ein­fach wei­ter köcheln, bis die gewünsch­te Kon­sis­tenz erreicht ist. Wenn sie zu tro­cken wird, gibst Du ein paar EL Toma­ten dazu.

Hei­ze den Back­ofen auf 180 Grad vor.

70 Minuten vorher

Wäh­rend die Fleisch­sauce gart, berei­test Du die Becha­mel-Sau­ce vor: 

Las­se die But­ter in einem klei­nen Topf auf­schäu­men. Streue das Mehl ein und las­se es 5 Minu­ten schwit­zen. Gib unter stän­di­gem Rüh­ren die Milch dazu und las­se sie unter wei­te­rem Rüh­ren 5 Minu­ten (oder län­ger) köcheln, bis sie ziem­lich dick gewor­den ist. Wür­ze mit etwas Salz und Mus­kat­nuss und hal­te sie warm.

Tipp

  • Becha­mel-Sau­ce braucht nor­ma­ler­wei­se min­des­tens 15 bis 20 Minu­ten bis der Mehl­ge­schmack ver­schwin­det. Da sie für das Pas­ti­zio noch fast eine Stun­de im Back­ofen gart, ist die Zeit auf dem Herd hier nicht so wichtig.

60 Minuten vorher

Wäh­rend die Becha­mel-Sau­ce fer­tig, wird, kochst Du die Nudeln in Salz­was­ser unge­fähr 2 Minu­ten kür­zer als auf der Packung steht. Sie garen im Back­ofen noch nach. Gie­ße sie ab, ver­mi­sche sie mit 3 EL But­ter, der getrock­ne­ten Min­ze und 2 EL Bechamel-Sauce.

Tipp

  • Die Becha­mel-Sau­ce sorgt dafür, dass die Nudeln anein­an­der kle­ben und Du spä­ter schö­ne gera­de Stü­cke abste­chen kannst.

50 Minuten vorher

Fet­te eine Auf­lauf­form von etwa 18×25 cm mit But­ter aus.

Gib die Hälf­te der Nudeln hin­ein und ver­tei­le sie gleich­mä­ßig. Ver­tei­le die Fleisch­sauce dar­auf und schlie­ße mit den übri­gen Nudeln ab. Drü­cke alles gut fest. Das Pas­ti­zio soll ziem­lich kom­pakt wer­den, damit es sich spä­ter gut in Stü­cke schnei­den lässt.

Gie­ße zum Schluss die Becha­mel-Sau­ce über die Nudel–Fleisch-Schichten, streue die Sem­mel­brö­sel dar­über und schie­be alles für 30 bis 40 Minu­ten in den Back­ofen, bis der Auf­lauf stel­len­wei­se braun ist.

Las­se das Pati­zio dann noch 10 Minu­ten im aus­ge­schal­te­ten Ofen ruhen, damit es noch etwas fes­ter wird, ohne wei­ter zu bräunen.

Übrigens …

Nicht ver­zwei­feln – das ers­te Stück Pas­ti­zio schafft es fast nie unfall­frei auf den Tel­ler. Macht sich nicht so gut auf dem Foto, schmeckt trotzdem.

Pastizio Pastitsio missglueckt

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