Schwarzwurzelcremesuppe

Schwarzwurzeln sind ein ziemlich hässliches Gemüse. Die erdigen, braunen Stangen, die immer leicht vertrocknet aussehen, lachen einen in der Gemüsetheke nicht wirklich an. Und das Schälen ist so mühsam, dass man gut verstehen kann, warum die Großmutter sie am liebsten eingemacht im Glas gekauft hat. Aber wer sich einmal selbst die Mühe gemacht hat weiß, dass die Arbeit mit einem echten Geschmackshighlight belohnt wird, das nicht nur die klebrigen Finger, sondern auch die matschigen Schwarzwurzeln aus dem Glas schnell vergessen lässt.

Zutaten

Für 4 Portionen
  • 1,8 kg Schwarzwurzeln (geschält soll etwa 1 kg heraus kommen)
  • 2 l Essigwasser (2-3 EL Essig)
  • 1 l Gemüsebrühe
  • ¼ l Weißwein
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 1 Prise Schwarzkümmel (Schwarzer Sesam)
  • ¼ l Sahne – wer’s vegan mag, lässt sie weg

Zeit

  • 30 Minuten für’s Schälen
  • 30 Minuten für’s Kochen
  • 15 Minuten für den Rest
  • Alles in allem – eine gute Stunde

Du brauchst

  • einen großen Topf
  • einen Pürierstab
  • eine große Schüssel
  • ein Sieb

Zubereitung

75 Minuten vor dem Servieren

Definitiv am längsten an dieser Suppe dauert es, die Schwarzwurzeln zu schälen. Dafür ziehst Du am besten Gummihandschuhe an und entfernst mit einem Sparschäler unter fliessendem Wasser die dunkelbraune Schale. Die geschälten Stangen schneidest Du sofort in Stücke und legst Sie in Essigwasser, damit sie nicht braun werden.

Tipp

Schwarzwurzeln sondern einen klebrigen Saft ab. Damit Du zwischendurch die Handschuhe schnell wechseln kannst, wenn Dir die Finger aneinander kleben bleiben, ziehst Du einfach zwei Paare übereinander.

Wenn Du mit dem Schälen fertig bist, lässt Du in einem großen Topf die Butter schmelzen. Während sie schmilzt, gießt Du die Schwarzwurzeln ab und schwenkst sie dann kurz in der Butter. Dann gibst Du die Gemüsebrühe und den Weißwein dazu und lässt darin die Schwarzwurzeln weich kochen. Das dauert ungefähr 20-30 Minuten. Da die Schwarzwurzeln püriert werden, sollten sie nicht mehr knackig sein, sondern können ruhig richtig weich werden. Je weicher, desto einfacher lassen sie sich pürieren.
 

Kurz vor dem Servieren

Bevor Du anfängst zu pürieren, kannst Du einige Schwarzwurzelstücke aus der Brühe fischen und für die Deko beiseite legen. Die restlichen Stücke pürierst Du richtig cremig und lässt die Suppe dann noch einmal kurz aufkochen.

Die Sahneliebhaber können die Zeit jetzt nutzen und ein wenig Sahne schlagen.

Richte die Suppe in Schalen oder Tellern an, würze sie mit einer Prise Vanillesalz und Schwarzkümmel – wer mag auch noch mit einem Klecks Sahne – und dann ab auf den Tisch damit.

Dazu passt

Weißbrot

Quelle

Das Originalrezept stammt aus Sonja Riekers Buch mit dem schönen Titel »Suppenglück«, aus dem ich schon viele Anregungen bezogen habe.

Schreibe einen Kommentar