Senf selbstgemacht

Senf gehört zu den Lebens­mit­teln, die wir mit gro­ßer Selbst­ver­ständ­lich­keit im Super­markt kau­fen. Weil wir bequem sind und weil wir glau­ben, dass sie schwie­rig her­zu­stel­len sind.

Das mit der Bequem­lich­keit sei mal dahin gestellt. Aber schwie­rig ist selbst­ge­mach­ter Senf defi­ni­tiv nicht. Im Gegen­teil: Senf selbst machen ist total ein­fach und geht schnell. Hier ist ein Rezept für eine ziem­lich schar­fe Mischung.

Zutaten für 900 ml

  • 350 g Senf­kör­ner oder 200 g Senf­pul­ver und 150 g Körner
  • 1 Bund Estragon
  • 8 EL frisch gerie­be­ner Meerrettich
  • 2 EL Salz
  • 375 ml Apfelessig
  • 125 ml hei­ßes Wasser
  • 250 ml Gemüsebrühe

Zeit

  • 20 Minu­ten
  • Danach muss der Senf noch meh­re­re Wochen ziehen

Zubehör

  • eine Kaf­fee­müh­le oder Küchen­ma­schi­ne mit Mahlwerk
  • sau­be­re, heiß aus­ge­spül­te Gläser

Zusammenfassung

  • Senf­kör­ner mahlen
  • mit hei­ßem Was­ser quel­len lassen
  • mit Essig und Gewür­zen vermischen
  • zie­hen lassen

Tipp

In hüb­sche Glä­ser gefüllt, ist selbst­ge­mach­ter Senf ein schö­nes Geschenk aus der Küche.
Geöff­net hält er sich unge­fähr 3 Mona­te, unge­öff­net meh­re­re Jahre.

Zubereitung

Mah­le rund 200 bis 250 g Senf­kör­ner in der Küchen­ma­schi­ne oder einer sau­be­ren Kaf­fee­müh­le zu einem fei­nen Pul­ver. Oder kau­fe gleich Senfpulver.

Tipp

Vor und nach dem Senf mah­len kriegst Du die Müh­le ganz ein­fach sau­ber, indem Du ein paar Ess­löf­fel Reis durch­mahlst und die Res­te mit einem tro­cke­nen Pin­sel entfernst.

Mische das Senf­pul­ver und die rest­li­chen Senf­kör­ner mit 125 ml hei­ßem Was­ser und lass‘ sie 5 Minu­ten quellen.

Wäh­rend­des­sen hackst Du den Estra­gon und reibst den Meerrettich.

Mische alle Zuta­ten außer der Gemü­se­brü­he unter. Gib dann so viel Gemü­se­brü­he dazu, bis die gewünsch­te Kon­sis­tenz erreicht wird. Wie viel zusätz­li­che Flüs­sig­keit Du brauchst, hängt im Wesent­li­chen davon ab, wie fein Du den Senf gemah­len hast.

Senf selbstgemacht

Decke die Schüs­sel mit einem feuch­ten Küchen­hand­tuch und einem Tel­ler ab und lass‘ sie 2 Tage bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur ste­hen. Rüh­re hin und wie­der um.

Achtung

Wenn Du Dich traust, kannst Du jetzt schon mal vor­sich­tig pro­bie­ren. Lass‘ Dich nicht von der über­mä­ßi­gen Schär­fe irri­tie­ren – die wird mit der Zeit weniger.

Fül­le dann die Senf­mi­schung in mit hei­ßem Was­ser aus­ge­spül­te Glä­ser, schlie­ße die­se fest und stel­le sie für 3 Wochen in den Kühl­schrank. In die­ser Zeit zie­hen alle Zuta­ten gut durch und die Mischung ver­liert etwas Schärfe.

Variationen

Dies hier ist ein Grund­re­zept für eine ziem­lich schar­fe Senf­mi­schung. Du kannst das Rezept belie­big vari­ie­ren: Wenn der Senf weni­ger scharf sein soll, lässt Du den Meer­ret­tich weg und gibst Zucker dazu. Oder pro­bie­re mal eine ande­re Essig­sor­te oder ande­re Kräu­ter. Dei­ner Fan­ta­sie sind kei­ne Gren­zen gesetzt.

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