Geschnetzeltes mit Estragon

Geschnetzeltes mit Estragon und Champignons

Geschnet­zel­tes hat einen schlech­ten Ruf als etwas, das man kocht, wenn einem nichts bes­se­res ein­fällt. Dabei ist es gar nicht lang­wei­lig, wenn Du die rich­ti­gen Gewür­ze nimmst. Der leicht bit­ter, leicht süß schme­cken­de Estra­gon passt her­vor­ra­gend und gibt dem Gan­zen den nöti­gen Pfiff.

Das A und O ist wie immer die Qua­li­tät der Zuta­ten und die rich­ti­ge Zube­rei­tung – gera­de bei die­sem Gericht, das nur aus weni­gen Kom­po­nen­ten besteht. Das Fleisch muß von hoher Qua­li­tät sein und darf nicht zu lan­ge gebra­ten wer­den; die Pil­ze müs­sen kna­ckig blei­ben und dür­fen kein Was­ser zie­hen.

Alles kei­ne Hexe­rei, son­dern nur eine Fra­ge der Geschwin­dig­keit. Und der guten Vor­be­rei­tung.

Estragonhuhn

Estragon-Huhn

Huhn in Estra­gon-Sau­ce zählt ohne Fra­ge zu den Klas­si­kern der fran­zö­si­schen Küche. Und so sind auch die Zuta­ten: jede Men­ge unter­schied­li­ches Zeug, But­ter und Sah­ne. Leich­te Küche ist das nicht, aber das muss ja nicht sein.

Kürbissuppe mit Quitten

Kürbissuppe mit Quitten

Wer bei Kür­bis­sup­pe an bräun­li­che Pam­pe mit grün-schwar­zen Schlie­ren denkt, hat was ver­passt. Der viel­fach ange­prie­se­ne kräf­ti­ge Schuß Kür­bis­kern­öl, mit dem man die Sup­pe gar­nie­ren soll, über­tönt den deli­ka­ten Geschmack die­ser Bee­ren­frucht. Wer so etwas wei­ter ver­brei­tet, soll­te mit Dau­er-Koch­show-Gucken nicht unter drei Jah­ren bestraft wer­den.

Das hier vor­ge­stell­te Rezept ver­eint gleich zwei ver­kann­te Herbst­früch­te: der zu Tode gekoch­te Kür­bis kommt zu neu­en Ehren und die Quit­te wird mal nicht zu Gelee aus­ge­quetscht.

Kartoffelsalat mit Estragon

Kartoffelsalat mit Estragon

Kar­tof­fel­sa­lat ist der Klas­si­ker in der schnel­len Küche, obwohl man eigent­lich rela­tiv lan­ge dafür braucht. Man ist eine Wei­le damit beschäf­tigt, die Kar­tof­feln zu pel­len, und dann muss er auch noch ziem­lich lan­ge zie­hen. Aber wenn er erst ein­mal fer­tig ist, dann gibt es wirk­lich kaum etwas, das schnel­ler auf dem Tisch steht.

Und noch in einer ande­ren Kate­go­rie ist Kar­tof­fel­sa­lat kaum zu schla­gen: man bekommt die Zuta­ten immer und über­all und für wenig Geld. Des­halb gibt es ihn auch in fast jeder Regi­on – aller­dings mit erheb­li­chen Unter­schie­den. Die­ses Rezept beruht auf der schwä­bi­schen Vari­an­te, die ich leicht ver­än­dert habe. Lokal­pa­trio­ten mögen mir ver­zei­hen – ich habe das ori­gi­nal-schwä­bi­sche Rezept um ein völ­lig unty­pi­sches Gewürz ergänzt: den Estra­gon.