Hähnchenbrust mit Schwarzwurzeln

Hähnchen mit Schwarzwurzeln

Schwarz­wur­zeln sind ein äußerst deli­ka­tes Gemüse, das lei­der ziem­lich aus der Mode gekom­men ist. Was ver­mut­lich daran liegt, dass sie schwar­zen Stan­gen optisch so gar nicht attrak­tiv sind. Und – zu Unrecht! – den Ruf haben, dass sie schwie­rig zuzu­be­rei­ten sind.

Schwarz­wur­zeln son­dern beim Schä­len eine kleb­rige Flüs­sig­keit ab, die man nur schwer von den Fin­gern kriegt, und die sofort braun anläuft. Ers­te­rem kann man durch Latex­hand­schuhe abhel­fen, letz­te­rem durch Zwi­schen­la­gern in kal­tem Essig­was­ser. Um Töpfe und Mes­ser brauchst Du Dir keine Sor­gen zu machen, denn der Saft ver­liert beim Garen seine Kle­be­kraft und lässt sich von Metall, Glas und Por­zel­lan pro­blem­los abwa­schen.

Mit ihrem nus­sig-süß­li­chen Geschmack pas­sen sich Schwarz­wur­zeln bei­nahe jedem ande­ren Gemüse oder Fleisch an. Hier kom­bi­niere ich sie mit knusp­ri­ger Hähn­chen­brust.

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Hühnersuppe mit Nudeln und Gemüse

Omas Hühnersuppe mit Gemüse und Nudeln

Hüh­ner­suppe mit Gemüse und Nudeln macht glück­lich. Man kann das bestimmt ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gisch erklä­ren, aber eigent­lich will ich das gar nicht wis­sen. Um es mit dem unsterb­li­chen Hanns Die­ter Hüsch zu sagen: Die Wärme, die der Mensch braucht, holt er sich doch aus der Suppe.

Viel­leicht ist es die Sehn­sucht nach der roman­tisch ver­klär­ten Kind­heit, als noch alles gut war und Groß­mutter auf ihrem anti­ken Herd tra­di­tio­nelle Gerichte kochte, von denen wir damals gar nicht wuss­ten, dass sie tra­di­tio­nell sind – wir kann­ten ein­fach nichts ande­res.

Natür­lich geht der Fort­schritt auch an Hüh­ner­suppe nicht vor­bei, so dass ich ein paar Ver­än­de­run­gen in das alte Fami­li­en­re­zept ein­ge­fügt habe, die Groß­mutter noch nicht kannte.

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Vietnamesische Hühnersuppe mit-Reisnudeln

Vietnamesische Hühnersuppe mit Reisnudeln

Hüh­ner­brühe mit Reis­nu­deln gehört zu Viet­nam wie geschnit­te­nes Brot zu Deutsch­land. Es gibt genauso viele Vari­an­ten und man isst sie jeden Tag, rund um die Uhr – am liebs­ten zum Früh­stück. An jeder Stra­ßen­ecke steht jemand mit einem Holz­kohle- oder Gas­ko­cher, einem rie­si­gen Topf Brühe und einem Berg fri­scher Zuta­ten, die man sich selbst zusam­men stel­len kann.

Die asia­ti­sche Art, Brühe zuzu­be­rei­ten, ist anders als die euro­päi­sche. Es lohnt sich also beson­ders, sie selbst zu kochen (es lohnt sich natür­lich immer, selbst zu kochen). Damit sich der Auf­wand lohnt, kannst Du eine grö­ßere Menge Brühe vor­be­rei­ten und ein­frie­ren.

Geges­sen wird übri­gens mit Stäb­chen: sie sind am bes­ten geeig­net, die fes­ten Zuta­ten aus der Suppe zu fischen. Die Brühe darf aus der Schale geschlürft wer­den.

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Zitronenhuhn

Huhn mit Zitrone und Knoblauch (Variation über ein Thema)

Für das per­fekte Zitro­nen­hähn­chen mit oder ohne Knob­lauch sind unend­lich viele Rezepte geschrie­ben wor­den. Meis­tens wer­den Tier und Gewürz mit mehr oder weni­ger ande­ren Zuta­ten im Ofen geschmort. Auch auf drei­mi­nu­te­nei fin­dest Du so ein Rezept.

Das Span­nende ist, dass Du aus den glei­chen Zuta­ten wir für die Ofen­va­ri­ante auch eine som­mer­li­che Zau­be­rei im Topf anrich­ten kannst.

Beide Vari­an­ten brau­chen nur wenig Vor­be­rei­tungs­zeit, beide ver­wen­den die glei­chen Zuta­ten und trotz­dem schme­cken sie völ­lig unter­schied­lich. Probier’s mal aus!

Der Knob­lauch wird übri­gens unge­schält gekocht. Dadurch ver­liert er seine Schärfe und kann aus der Schale her­aus­ge­lutscht wer­den. Das ist nicht gerade die feine eng­li­sche Art, aber das Gericht kommt ja schließ­lich auch aus der fran­zö­sisch-ita­lie­ni­schen Land­kü­che.

Wei­ter­le­senHuhn mit Zitrone und Knob­lauch (Varia­tion über ein Thema)

Steinpilz-Risotto

Keine Angst vor Risotto

Risotto ist der Angst­geg­ner jedes ambi­tio­nier­ten Hob­by­kochs. Angeb­lich ist es höl­len­schwie­rig zu kochen, muss man stän­dig im Topf rüh­ren und Angst haben, dass es ent­we­der mat­schig wird oder zu hart bleibt.

Alles Unfug. Risotto ist nicht schwie­ri­ger zu kochen als jedes andere Reis­ge­richt auch. Risotto kann jeder – wenn man ein paar Dinge beach­tet. Hat man die paar Regeln erst mal intus, kann nichts mehr schief gehen und man hat die Grund­la­gen für eines der viel­fäl­tigs­ten Gerichte der Welt.

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Coq au Vin

Coq au Vin

Ich mag keine Filme mit Til Schwei­ger. Ich mag Coq au Vin. Den fran­zö­si­schen Klas­si­ker, der im Titel des Films zu »Koko­wääh« wird, was angeb­lich Kin­der­spra­che sein soll. Na ja. Wahr­schein­lich sagen das die sel­ben Leute, die »Wenngg« und »Penngg« lus­tig fin­den.

Den­noch, auch von schlech­ten Fil­men – soweit man das anhand des Trai­lers beur­tei­len kann – sollte man sich nicht davon abhal­ten las­sen, die köst­li­che Kom­bi­na­tion von Wein und Huhn mal wie­der zu kochen. Also nichts wie los, beim Metz­ger des Ver­trau­ens einen ordent­li­chen Land­go­ckel gekauft, den Wein­vor­rat auf­ge­füllt und los geht’s.

Und viel­leicht bringt ja die Erwäh­nung von Til Schwei­ger, Koko­wääh und Coq au Vin eine gute Plat­zie­rung in den Such­ma­schi­nen. Des­halb gleich noch mal: Coq au Vin ist das Rezept, mit dem Til Schwei­ger in dem Film Koko­wääh angeb­lich alle Frauen rum­kriegt.

Jetzt reicht’s aber mit dem Geschwa­fel. Ran an den Herd.

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