Bolognese Ragu

Ragú alla Bolognese

Ragú alla Bolo­gnese kommt, wie man leicht aus dem Namen schlie­ßen kann, ursprüng­lich aus Bolo­gna im Nor­den Ita­li­ens. Das ist ziem­lich weit vom Mit­tel­meer ent­fernt und des­halb hat auch die Küche nichts mit Mit­tel­me­er­diät zu tun.

Die schnelle Vari­ante wird mit Hack­fleisch gemacht. Doch eigent­lich ist eine Bolo­gnese ein Schmor­ge­richt, das viel Zeit braucht. Aber zum Glück nicht viel Arbeit macht.

Wei­ter­le­senRagú alla Bolo­gnese

Spinatknödel

Spinatknödel

Neu­lich stan­den bei mei­nem liebs­ten süd­ti­ro­ler Lokal in Stutt­gart Spi­nat­knö­del auf der Tages­karte. Lei­der ist der Inha­ber zwar ein total net­ter Typ und her­vor­ra­gen­der Koch, aber auch ein klei­ner Chaot: die Knö­del waren noch nicht fer­tig. Nicht so schlimm; habe ich eben etwas ande­res geges­sen. Aber der Appe­tit war geweckt und am nächs­ten Wochen­ende stan­den selbst­ge­machte Spi­nat­knö­del auf der hei­mi­schen Expe­ri­men­tier­liste.

Keine Ahnung, wie Gio­van­nis Knö­del­re­zept ist – hier ist meins. Ent­spricht bestimmt nicht der Ide­al­vor­stel­lung des deut­schen italo­phi­len Rezept­rein­heits­fa­na­ti­kers, ist aber ziem­lich lecker. Eig­net sich als Haupt­ge­richt oder gehalt­volle Vor­speise.

Wei­ter­le­senSpi­nat­knö­del

Lasagne

Lasagne alla bolognese

Lasa­gne koche ich meis­tens eher so Pi-mal-Dau­men. Eine schöne Hack­fleisch-Toma­ten­sauce, kräf­tig gewürzt, ein paar Schei­ben Lasa­gne-Nudeln und eine ordent­li­che Schicht Bécha­mel-Sauce dar­über – ab in den Ofen und fer­tig ist die Sause. Wich­tig ist nur, dass die Sau­cen die rich­tige Kon­sis­tenz haben: nicht zu fest (dann wer­den die Nudeln nicht gar), aber auch nicht zu flüs­sig (dann zer­fließt die Lasa­gne auf dem Tel­ler zu einer unför­mi­gen Mat­sche).

Streng genom­men bezeich­net man in Ita­lien übri­gens nur die Pasta-Plat­ten als »Lasa­gne« und das kom­plette Gericht heisst dann z.B. eben »Lasa­gne alla bolo­gnese« oder »Lasa­gne con irgend­was«. Aber wir wol­len nicht allzu dog­ma­tisch sein. Wor­auf es bei Lasa­gne wirk­lich ankommt, beschreibe ich die­sem Rezept.

Wei­ter­le­senLasa­gne alla bolo­gnese

Kuerbis Sahne Parmesan

Backofenkürbis gefüllt mit Sahne-Parmesan-Sauce

Dass man Kür­bis gut im Back­ofen zube­rei­ten kann, dürfte sich mitt­ler­weile her­um­ge­spro­chen haben. Auch Kür­bis­creme­suppe ist nichts wirk­lich Neues mehr. Aber warum nicht ein­mal bei­des kom­bi­nie­ren und einen Kür­bis mit Sahne-Par­me­san-Sauce fül­len?

Du kannst dafür grund­sätz­lich jede Art Kür­bis ver­wen­den, solange die Früchte nicht zu groß sind. Ele­gan­ter ist die Wahl von klei­nen Kür­bis­sen, die Du als Ein­zel­por­tio­nen anrich­ten kannst. Neben­bei hat das auch noch den Vor­teil, dass die Gar­zeit deut­lich kür­zer ist als bei einem gro­ßen Kür­bis.

Bei man­chen Kür­bis-Sor­ten kann man die Schale essen. Das geht auch mit die­sem Gericht – ich würde aber emp­feh­len, nur die Fül­lung und das Frucht­fleisch her­aus­zu­löf­feln, denn die Schale wird beim Backen recht led­rig. Falls Du Dich doch dazu ent­schließt: ser­viere in tie­fen Tel­lern, sonst gibt’s Schwei­ne­rei.

Wei­ter­le­senBack­ofen­kür­bis gefüllt mit Sahne-Par­me­san-Sauce

Risotto mit Auberginen Tomaten Pinienkernen

Risotto mit Auberginen, Tomaten und Pinienkernen

Eigent­lich finde ich, dass Risotto ein Win­ter­ge­richt ist. Das Kochen bei offe­nem Topf wärmt den Leib und die auf­stei­gen­den Düfte wär­men die Seele. Und erst das fer­tige Gericht … das müs­sen urkind­li­che Reflexe sein. Hmm, Risotto als Baby­brei für Erwach­sene, dar­über lie­ßen sich bestimmt tiefe phi­lo­so­phi­sche Abhand­lun­gen schrei­ben.

Jaja ich weiss, der größte Feh­ler beim Risotto wäre, ihn zu Brei zu kochen. Er muss noch »Biss« haben, also einen klei­nen har­ten Kern. Und was den Win­ter angeht: dank der som­mer­li­chen Toma­ten und Auber­gi­nen in die­sem vege­ta­ri­schen Risotto kannst Du ihn immer­hin für ein paar Stun­den von Dei­ner Haus­tür ver­trei­ben.

Wei­ter­le­senRisotto mit Auber­gi­nen, Toma­ten und Pini­en­ker­nen

Pasta mit Orangen-Mandel-Pesto

Orangen-Mandel-Pesto

Man­deln und Oran­gen deu­ten schon auf die Her­kunft die­ses Pesto hin: es stammt aus Sizi­lien, wo es bei­des im Über­fluss gibt.

Hier­zu­lande muss man lei­der auf den Win­ter war­ten, um die Zuta­ten in guter Qua­li­tät zu bekom­men. Zum Glück gibt es Basi­li­kum (die dritte wesent­li­che Zutat) rund um’s Jahr aus dem Gewächs­haus, sonst müsste man eine weite Reise antre­ten, um diese Köst­lich­keit als regio­nale Spe­zia­li­tät genie­ßen zu kön­nen. Wie arm wäre unsere Spei­se­karte ohne die Glo­ba­li­sie­rung …

Das Oran­gen-Man­del-Pesto ist eine rela­tiv süße Ange­le­gen­heit, die unbe­dingt ein geschmack­li­ches Gegen­ge­wicht braucht: ange­bra­tene Auber­gi­nen sind per­fekt, aber auch ein paar Radic­chio-Strei­fen pas­sen sehr gut.

Wei­ter­le­senOran­gen-Man­del-Pesto

Gemüsesuppe mit dicken Bohnen und Artischocken

Dicke Boh­nen (auch Sau­boh­nen oder Fava-Boh­nen genannt) zäh­len zu den zu Unrecht ver­ges­se­nen Gemü­sen. Schon klar, sie machen viel Arbeit, und von einem Berg Boh­nen bleibt ein erschre­ckend klei­nes Häuf­chen Genieß­ba­res übrig, aber das ist jede Mühe wert.

Na ja, Mühe … beson­dere Geschick­lich­keit ist nicht erfor­der­lich, aber das Aus­lö­sen braucht halt seine Zeit.

Im Prin­zip pas­sen dicke Boh­nen in jede Gemü­se­suppe. Hier sind sie mit jun­gen Arti­scho­cken kom­bi­niert, was eine erstaun­lich wenig rus­ti­kale Kom­bi­na­tion ist.

Wei­ter­le­senGemü­se­suppe mit dicken Boh­nen und Arti­scho­cken

Selbstgemachte Ravioli

Selbstgemachte Ravioli mit Walnuss-Ricotta-Füllung

Wer häu­fi­ger bei drei­mi­nu­te­nei vor­bei­schaut, wird schon gemerkt haben, dass ich immer noch begeis­tert von mei­nem neuen Spiel­zeug bin – einer Nudel­ma­schine. Ich habe mir die Luxus­ver­sion
gegönnt mit allen Auf­sät­zen, die es so gibt. Beson­ders span­nend fand ich, ob der Trich­ter für die Ravioli funk­tio­nie­ren würde.

Der erste Ver­such war – um es mal so zu for­mu­lie­ren – erkennt­nis­reich: das Maschin­chen funk­tio­niert, aber so rich­tig gut wird es erst, wenn man es schafft, sehr gleich­mä­ßige Teig­bah­nen zu pro­du­zie­ren.

Geschmeckt hat’s trotz­dem. Und wer keine Nudel­ma­schine hat, kann den Teig auch mit dem sprich­wört­li­chen Nudel­holz von Hand dünn aus­wal­zen und aus­ste­chen.

Wei­ter­le­senSelbst­ge­machte Ravioli mit Wal­nuss-Ricotta-Fül­lung