Tomaten Mozzarella Chilizucker

Gegrillte Tomaten mit Mozzarella und Chili-Zimt-Zucker

Tomate mit Moz­za­rella und Basi­li­kum dürfte so ziem­lich das erste halb­wegs authen­ti­sche ita­lie­ni­sche Gericht gewe­sen sein, das nach Deutsch­land geschwappt ist und die hie­sige kuli­na­ri­sche Wüs­te­nei zum Leben erweckte. Heute ver­ur­sacht die natio­nal­far­bige Kom­bi­na­tion ent­we­der herz­haf­tes Gäh­nen (»Na, mal wie­der keine Idee gehabt?«) oder aber hit­zige Debat­ten über die rich­tige Auf­zucht und Pflege des Büf­fels, die Ver­qui­ckung von Mafia, Müll und Moz­za­rella und ähn­li­che Fra­ge­stel­lun­gen, die in ihrer Inten­si­tät, Dauer und Unlös­bar­keit an Glau­bens­kriege gemah­nen.

Höchste Zeit also, sich etwas Neues aus­zu­den­ken. Dan­kens­wer­ter­weise hat das schon ein ande­rer flei­ßi­ger Rezept­au­tor getan, so dass in einem alten Son­der­heft der Zeit­schrift »Meine Fami­lie und ich« Rezept auf­zu­trei­ben war, das mit Chili, Zucker und Zimt dem Klas­si­ker neue Aro­men hinzu fügt. Span­nend ist auch der Kalt-Warm-Kon­trast zwi­schen den Toma­ten und dem Moz­za­rella.

Die Krea­tion ist nicht nur rich­tig toll zum Ange­ben, son­dern auch noch in Null-Komma-Nix zube­rei­tet mit Zuta­ten, die in jedem Klein­stadt-Super­markt auf­zu­trei­ben sind.

Wei­ter­le­senGegrillte Toma­ten mit Moz­za­rella und Chili-Zimt-Zucker

Grüner Spargel mit Rucola und Minze

Grüner Spargel mit Rucola, Minze, Basilikum und Parmesan

Jetzt in der Spar­gel­sai­son ein Rezept mit Spar­gel zu prä­sen­tie­ren, ist wahr­lich nicht son­der­lich ori­gi­nell. Aber was soll man machen – Spar­gel ist nun mal ein Sai­son­ge­müse, schmeckt nur frisch und damit nur jetzt zur Sai­son.

Die Ori­gi­na­li­tät muss also das Rezept her­ge­ben. Zuge­ge­ben: als ich es zum ers­ten Mal las, dachte ich auch, was das denn für eine selt­same Kom­bi­na­tion ist. Grü­ner Spar­gel, Minze, Basi­li­kum … das soll schme­cken?

Trust me, es schmeckt. Saule­cker. Leicht. Nach Som­mer.

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Tagliata

Tagliata mit Rucola und Walnuss-Pesto

»Tagliare« ist ita­lie­nisch, heißt »schnei­den« und kommt in allen mög­li­chen Zusam­men­hän­gen vor. Wir alle ken­nen zum Bei­spiel die »Taglia­telle«. Jetzt könnte man mei­nen, dass Tagliata dem Ita­lie­ner sein Auf­schnitt ist, läge damit aber falsch. Tagliata, genauer Tagliata die Manzo ist dünn geschnit­te­nes Rind­fleisch, das mit Öl und Kräu­tern gewürzt wird. Im Gegen­satz zu Car­pac­cio wird Tagliata aber nicht roh ver­zehrt.

Es gibt ver­mut­lich so viele Arten, Tagliata zuzu­be­rei­ten, wie es Ita­lie­ner gibt, und dann noch mal so viele angeb­li­che Ver­fei­ne­run­gen von irgend­wel­chen Bes­ser­wis­sern. Der eine macht’s aus Steak, das er brät und fein schnei­det, der andere schnei­det das Fleisch erst klein und brät es dann. Hier stelle ich eine Vari­ante aus klas­si­schem Roast­beef vor, was den Vor­teil hat, dass man eben auch noch ein klas­si­sches Roast­beef hat.

Wei­ter­le­senTagliata mit Rucola und Wal­nuss-Pesto

Walnuss-Rucola-Pesto

Walnuss-Rucola-Pesto

Wer das Glück hat, einen Wal­nuss­baum sein Eigen zu nen­nen (oder wer über Freunde oder Ver­wandt­schaft ver­fügt, die glück­lich sind, einen Abneh­mer für die Über­pro­duk­tion des ver­gan­ge­nen Jah­res gefun­den zu haben), wird ver­mut­lich selbst Monate nach Weih­nach­ten noch säcke­weise Wal­nüsse her­um­ste­hen haben. Die hal­ten sich zwar ein ganze Weile, aber irgend­wann wol­len sie auch ver­braucht wer­den.

Wie wär’s mal mit einem Pesto? Nor­ma­ler­weise wer­den dafür Basi­li­kum, Pini­en­kerne, Knob­lauch und ita­lie­ni­sche Hart­käse unter­schied­li­cher Pro­ve­ni­enz mit Öl zu einer Paste ver­ar­bei­tet. Für unsere Wal­nüsse brau­chen wir ein kräf­ti­ge­res Kraut, das den Wal­nüs­sen etwas ent­ge­gen zu set­zen hat: wir ent­schei­den uns für Rucola, des­sen pfeff­ri­ger Geschmack die leichte Bit­ter­keit der Wal­nüsse schön aus­ba­lan­ciert.

Wei­ter­le­senWal­nuss-Rucola-Pesto