Rahmwirsing, Frikadellen, Kartoffeln

Rahmwirsing

Rahm­wir­sing ist eine der deli­ka­tes­ten und zu Unrecht in Miss­kre­dit gera­te­nen Bei­la­gen zur klas­si­schen gut­bür­ger­li­chen Küche. Er wird lei­der meist aus dem Tief­kühl­kar­ton auf­ge­wärmt und als grün­lich-bräun­li­che Mat­sche lieb­los auf den Tel­ler geklatscht – das muss nicht sein!

Die Zube­rei­tung dau­ert nur unwe­sent­lich län­ger und erfor­dert nicht mehr Koch­fä­hig­kei­ten als das Auf­tauen und Auf­wär­men, was für den gestress­ten Büro­ar­bei­ter ja schon mal nicht schlecht ist. Der eigent­li­che Vor­teil ist aber natür­lich, dass Du selbst in der Hand hast, wie kna­ckig das Gemüse bleibt.

Wei­ter­le­senRahm­wir­sing

Kartoffelcreme-Suppe mit Feldsalat und Parmesan

Kartoffelcremesuppe mit Feldsalat und Parmesan

Die­ses Rezept ist zwei Rezepte in einem. Du kannst ent­we­der eine ein­fach Kar­tof­fel­creme­suppe zube­rei­ten oder sie mit einer auf den ers­ten Blick etwas unge­wöhn­li­chen Zutat auf­pep­pen: mit Feld­sa­lat.

Ohne viel Auf­wand ent­steht in kur­zer Zeit eine herz­hafte und wegen einer nicht ganz uner­heb­li­chen Menge Weiß­wein trotz­dem leichte Suppe. Für die Du nicht mal beson­dere Küchen­zau­ber­tricks beherr­schen musst, denn die Zube­rei­tung ist ganz ein­fach.

Sie eig­net sich glei­cher­ma­ßen als ers­ter Gang zu einem Fest­essen wie als Haupt­ge­richt für kalte Win­ter­tage.

Wei­ter­le­senKar­tof­fel­creme­suppe mit Feld­sa­lat und Par­me­san

Pasta mit Feigen und Gorgonzola

Pasta mit Feigen, Rosmarin, Gorgonzola und Zitrone

Das hier ist Aro­men­kü­che hoch drei. Inten­sive Düfte brei­ten sich in der Küche aus, die sich im fer­ti­gen Gericht zu einer unglaub­li­chen Kom­bi­na­tion ver­bin­den. Es ent­steht eine zugleich sal­zige, scharfe, süße und saure Sauce, nach der man sich die Fin­ger leckt.

Wenn Du Gäste ver­wöhnst, ser­viere zuerst nur eine kleine Por­tion, denn sie wer­den eine zweite ver­lan­gen. Kalo­rien­arm und leicht ver­dau­lich ist das Gericht näm­lich nicht gerade – zwei große Por­tio­nen hat noch nie­mand geschafft.

Das Ori­gi­nal­re­zept wird mit fri­schen Frü­chen zube­rei­tet, die im Herbst Sai­son haben. Eine inter­es­sante Vari­ante ist aber auch die Zube­rei­tung mit getrock­ne­ten Fei­gen.

Wei­ter­le­senPasta mit Fei­gen, Ros­ma­rin, Gor­gon­zola und Zitrone

Rote Bete Suppe mit Wasabi

Rote Bete Suppe mit Wasabi und Zitrone

Wer rote Bete nur als muf­fig-saure gerif­felte Schei­ben aus dem Glas kennt, hat was ver­passt. Rich­tig zube­rei­tet, kann die farb­in­ten­sive Knolle unge­ahnte Köst­lich­keit ent­fal­ten.

Hier stelle ich ein Rezept vor, das sich viel­leicht etwas unge­wöh­lich anhört, weil es das ur-euro­päi­sche Gemüse mit dem Kli­schee­ge­würz der Japa­ner schlecht­hin kom­bi­niert. Aber zusam­men mit Schale und Saft von Zitro­nen gibt der Wasabi der Erdig­keit der roten Bete den exo­ti­schen Touch mit, der aus dem Unge­wöhn­li­chen das Beson­dere macht.

Wei­ter­le­senRote Bete Suppe mit Wasabi und Zitrone

Sauce andicken

Die beste Bra­ten­sauce ent­steht von selbst: aus dem Fleisch schmort so viel Bin­de­ge­webe aus, dass Du nur noch den Bra­ten­satz mit etwas Was­ser, Wein oder Brühe ablö­sen musst. Den Rest tun Gewürze und viel­leicht etwas Sahne. Bei Gulasch und ähn­li­chen Rezep­ten hilft man nach, indem man das Fleisch vor dem Anbra­ten in Mehl wen­det. Einer­seits …

Wei­ter­le­senSauce andi­cken

Walnuss-Krokant-Eis

Walnuss-Krokant-Eis

Für die­ses Eis brauchst Du keine Eis­ma­schine. Die Vor­be­rei­tung ist schnell erle­digt und nicht beson­ders kom­pli­ziert – eigent­lich musst Du nur stän­dig rüh­ren. Dann brauchst Du nur noch eine Kühl­truhe und unge­fähr 4 Stun­den Geduld.

Streng genom­men han­delt es sich nicht um Eis­creme, son­dern um ein Par­fait. Der Unter­schied liegt in der schon erwähn­ten Maschine: Eis­creme muss unter stän­di­gem Rüh­ren erzeugt wer­den, sonst wird sie nicht cre­mig. Die Masse für ein Par­fait wird ein­fach in klei­nen Förm­chen ein­ge­fro­ren und vor dem Ser­vie­ren leicht ange­taut. Oder in einer gro­ßen Form ein­ge­fro­ren und dann in Schei­ben geschnit­ten.

Aber das kann uns eigent­lich egal sein. Wich­tig ist der unver­gleich­lich wal­nus­sige Geschmack die­ses Des­serts, der auch durch einen klei­nen Trick zustande kommt.

Wei­ter­le­senWal­nuss-Kro­kant-Eis

Sahne oder Eischnee unterheben

Irgend­wann kaufe ich mir eine Video­ka­mera. Bis dahin: hier ist ein schö­nes Video, wie man geschla­gene Sahne unter­hebt, um sie z.B. für Cremes oder Mous­ses schön fluffig zu hal­ten. Mit Eischnee funktioniert’s im Prin­zip genauso. Ton leise dre­hen; die Dame spricht brei­tes­tes Ame­ri­ka­nisch in vol­ler Laut­stärke.

Pfifferlinge mit Heidelbeeren

Pfifferlinge mit Heidelbeeren

Wäre ich im Wald gewe­sen, hätte ich die wesent­li­chen Zuta­ten für die­ses Gericht sam­meln kön­nen. Ich war aber nur auf dem Markt und musste sie kau­fen.

Pfif­fer­linge kann man nur schwer kul­ti­vie­ren, also kann man davon aus­ge­hen, dass sie tat­säch­lich im Wald gesam­melt wur­den – nicht sicher kann man sich aller­dings sein, in wel­chem. Diese hier kamen angeb­lich aus Bay­ern. Im Super­markt kom­men sie meis­tens aus Ost­eu­ropa.

Hei­del­bee­ren dage­gen kriegt man fast nie als Wild­frucht – und wenn, dann nur zu Prei­sen, zu denen man auch Koks kau­fen könnte. Die Wild­hei­del­beere erkennt man übri­gens daran, dass auch ihr Frucht­fleisch blau ist und man die berüch­tig­ten blauen Zähne bekommt. Bei kul­ti­vier­ten Früch­ten ist es gelb­lich. Wie zu erwar­ten, sind Wald­hei­del­bee­ren viel aro­ma­ti­scher als ihre gezüch­te­ten Ver­wand­ten.

Hei­del­bee­ren und Pfif­fer­linge haben zur glei­chen Zeit Sai­son (Juli bis Sep­tem­ber). Um so ver­wun­der­li­cher, dass man sie fast nie zusam­men in einem Gericht fin­det.

Wei­ter­le­senPfif­fer­linge mit Hei­del­bee­ren

Zitronen-Joghrut-Creme

Joghurt-Zitronen-Creme

Des­sert ist oft eine undank­bare Sache. Man steht stun­den­lang in der Küche und zise­liert Süß­kram in Form, der dann ent­we­der mit einem »boah, ich bin so satt, ich schaff‘ kei­nen Nach­tisch mehr« oder auch einer kul­ti­vier­te­ren Äuße­rung mehr oder min­der höf­lich abge­lehnt wird. Oder er ist inner­halb weni­ger Minu­ten weg­ge­fut­tert. Auf kei­nen Fall wird er gebüh­rend gewür­digt.

Das wird Dir mit die­ser Creme nicht pas­sie­ren. Sie ist leicht und fruch­tig, zitro­nig und doch nicht sauer und passt immer noch ‚rein.

Übri­gens ist es fast egal, ob Du nur ein paar Freunde beglü­cken willst oder eine Rie­sen­schüs­sel für die Party zusam­men­rührst – nie­mand wird ahnen, dass Du nur ein paar Minu­ten in der Küche gestan­den hast. Du musst nur ein wenig pla­nen und viel Geduld haben, denn sie braucht einige Stun­den bis sie im Kühl­schrank fest gewor­den ist.

Wei­ter­le­senJoghurt-Zitro­nen-Creme

Spaghetti mit rotenLinsen

Spaghetti mit roten Linsen

Der Schwabe kennt’s als Lin­sen und Spätzle. Bewoh­ner weni­ger exo­ti­scher Land­stri­che ste­hen der Kom­bi­na­tion von Nudeln und Lin­sen erst ein­mal skep­tisch gegen­über.

Noch wei­ter süd­lich, im Süden Ita­li­ens, sind Pasta e len­ti­c­chie das Arme-Leute-Essen schlecht­hin: Lin­sen sind bil­lig und nahr­haft, Spa­ghetti hat man sowieso im Haus und Toma­ten im Gar­ten.

Wir kau­fen alles im Super­markt und freuen uns auf ein Gericht, das schnel­ler auf dem Tisch gebracht ist als der Piz­za­lie­fe­rant vor der Tür steht. Man sollte Kochen aller­dings als fei­er­abend­li­che Ent­span­nung betrach­ten, denn die Zube­rei­tung erfor­dert Geschwin­dig­keit und Prä­zi­sion.

Wei­ter­le­senSpa­ghetti mit roten Lin­sen