Hummus

Kichererbsencreme (Hummus)

Kicher­erb­sen kennt man aus der ara­bi­schen Küche. Sie wer­den mit Sesam­mus zu einem Brei namens Hum­mus ver­ar­bei­tet und mit Fla­den­brot als Vor­speise gereicht. Die­ses Rezept kommt ohne Sesam aus, denn wir wol­len eine rela­tiv neu­trale Creme pro­du­zie­ren, die sich als Bei­lage zu ver­schie­de­nen Gerich­ten eig­net.

Hum­mus ist eigent­lich schnell gemacht, wenn die Kicher­erb­sen nicht so elen­dig lange ein­wei­chen und kochen müss­ten. Sie soll­ten min­des­tens über Nacht in Was­ser lie­gen und auf­quel­len. Dabei wer­den auch schon einige leicht toxi­sche Stoffe (die soge­nann­ten Lek­tine) gelöst und mit dem Ein­weich­was­ser weg­ge­schüt­tet. Der Rest der Lek­tine geht dann beim Kochen kaputt, wes­halb man gekochte Kicher­erb­sen (und übri­gens auch grüne Erb­sen und Boh­nen) beden­ken­los ver­zeh­ren kann. Rohe Kicher­erb­sen sollte man nicht essen.

Wei­ter­le­senKicher­erb­sen­creme (Hum­mus)

Estragonhuhn

Estragon-Huhn

Huhn in Estra­gon-Sauce zählt ohne Frage zu den Klas­si­kern der fran­zö­si­schen Küche. Und so sind auch die Zuta­ten: jede Menge unter­schied­li­ches Zeug, But­ter und Sahne. Leichte Küche ist das nicht, aber das muss ja nicht sein.

Auch wenn sich die Zuta­ten- und Zube­hör­lis­ten ein­drucks­voll lang lesen: alles bekommst Du auch in Deutsch­land im Super­markt umd die Ecke, und beson­ders schwie­rig ist das Rezept nicht.

Du musst nur eine ordent­li­che Menge Estra­gon ver­ar­bei­ten, und zwar fri­schen. Mit getrock­ne­tem Kraut wird’s nur halb so gut.

Wei­ter­le­senEstra­gon-Huhn

Warmer Linsensalat

Warmer Linsensalat

Lin­sen mal als Salat: warum nicht? Mit klei­nen Puy- oder Berg­lin­sen, die nicht ein­ge­weicht wer­den müs­sen, ist er schnell gemacht.

Er eig­net sich als Vor­speise zu einem kräf­ti­gen Haupt­gang, ist aber – mit den rich­ti­gen Salats­or­ten – defi­ni­tiv auch par­ty­taug­lich.

Kapern brin­gen den Extra-Pfiff.

Wei­ter­le­senWar­mer Lin­sen­sa­lat

Pasta mit Feigen und Gorgonzola

Pasta mit Feigen, Rosmarin, Gorgonzola und Zitrone

Das hier ist Aro­men­kü­che hoch drei. Inten­sive Düfte brei­ten sich in der Küche aus, die sich im fer­ti­gen Gericht zu einer unglaub­li­chen Kom­bi­na­tion ver­bin­den. Es ent­steht eine zugleich sal­zige, scharfe, süße und saure Sauce, nach der man sich die Fin­ger leckt.

Wenn Du Gäste ver­wöhnst, ser­viere zuerst nur eine kleine Por­tion, denn sie wer­den eine zweite ver­lan­gen. Kalo­ri­en­arm und leicht ver­dau­lich ist das Gericht näm­lich nicht gerade – zwei große Por­tio­nen hat noch nie­mand geschafft.

Das Ori­gi­nal­re­zept wird mit fri­schen Frü­chen zube­rei­tet, die im Herbst Sai­son haben. Eine inter­es­sante Vari­ante ist aber auch die Zube­rei­tung mit getrock­ne­ten Fei­gen.

Wei­ter­le­senPasta mit Fei­gen, Ros­ma­rin, Gor­gon­zola und Zitrone

Gebackener Kürbis mit Salbei-Mozzarella-Butter

Gebackener Kürbis mit Salbei-Mozzarella-Butter und Pasta

Der Herbst färbt nicht nur die Wäl­der orange, son­dern auch die Gemü­se­re­gale. Kür­bisse über Kür­bisse, meis­tens die leuch­tend rot-orange Sorte »Hok­kaido«, die nicht nur hübsch aus­sieht, son­dern auch noch den Vor­teil hat, dass das Gemüse quasi als Fami­li­en­prti­ons­pa­ckung kommt: eine der fuß­ball­gro­ßen Kugeln reicht für drei bis vier Por­tio­nen Suppe oder Gemüse.

Der Hok­kaido- und auch der weni­ger hüb­sche, aber min­des­tens genau so wohl­schme­ckende But­ter­nut-Kür­bis ist zudem prak­tisch zu ver­ar­bei­ten, denn er muss nicht geschält wer­den und hat ein fein­fa­se­ri­ges Frucht­fleisch. Du kannst ihn ein­fach in Stü­cke schnei­den und dann kochen oder backen.

Sal­bei ist eine wun­der­bare Ergän­zung zum mild-wür­zi­gen Geschmack des Kür­bis­fleischs. Mit Pasta ergibt das eine unkom­pli­zierte Mahl­zeit, deren Zube­rei­tung keine beson­de­ren Künste erfor­dert, aber ein wenig Zeit raubt. Aber wenn Du die dop­pelte Menge But­ter zube­rei­test, geht’s beim nächs­ten Mal auch schnel­ler.

Wei­ter­le­senGeba­cke­ner Kür­bis mit Sal­bei-Moz­za­rella-But­ter und Pasta

Rote Bete Suppe mit Wasabi

Rote Bete Suppe mit Wasabi und Zitrone

Wer rote Bete nur als muf­fig-saure gerif­felte Schei­ben aus dem Glas kennt, hat was ver­passt. Rich­tig zube­rei­tet, kann die farb­in­ten­sive Knolle unge­ahnte Köst­lich­keit ent­fal­ten.

Hier stelle ich ein Rezept vor, das sich viel­leicht etwas unge­wöh­lich anhört, weil es das ur-euro­päi­sche Gemüse mit dem Kli­schee­ge­würz der Japa­ner schlecht­hin kom­bi­niert. Aber zusam­men mit Schale und Saft von Zitro­nen gibt der Wasabi der Erdig­keit der roten Bete den exo­ti­schen Touch mit, der aus dem Unge­wöhn­li­chen das Beson­dere macht.

Wei­ter­le­senRote Bete Suppe mit Wasabi und Zitrone

Pfifferlinge mit Heidelbeeren

Pfifferlinge mit Heidelbeeren

Wäre ich im Wald gewe­sen, hätte ich die wesent­li­chen Zuta­ten für die­ses Gericht sam­meln kön­nen. Ich war aber nur auf dem Markt und musste sie kau­fen.

Pfif­fer­linge kann man nur schwer kul­ti­vie­ren, also kann man davon aus­ge­hen, dass sie tat­säch­lich im Wald gesam­melt wur­den – nicht sicher kann man sich aller­dings sein, in wel­chem. Diese hier kamen angeb­lich aus Bay­ern. Im Super­markt kom­men sie meis­tens aus Ost­eu­ropa.

Hei­del­bee­ren dage­gen kriegt man fast nie als Wild­frucht – und wenn, dann nur zu Prei­sen, zu denen man auch Koks kau­fen könnte. Die Wild­hei­del­beere erkennt man übri­gens daran, dass auch ihr Frucht­fleisch blau ist und man die berüch­tig­ten blauen Zähne bekommt. Bei kul­ti­vier­ten Früch­ten ist es gelb­lich. Wie zu erwar­ten, sind Wald­hei­del­bee­ren viel aro­ma­ti­scher als ihre gezüch­te­ten Ver­wand­ten.

Hei­del­bee­ren und Pfif­fer­linge haben zur glei­chen Zeit Sai­son (Juli bis Sep­tem­ber). Um so ver­wun­der­li­cher, dass man sie fast nie zusam­men in einem Gericht fin­det.

Wei­ter­le­senPfif­fer­linge mit Hei­del­bee­ren

Haselnuss-Zitronen-Pesto

Kerbel-Zitronen-Pesto mit Haselnüssen

Ein ver­ges­se­nes Töpf­chen Ker­bel stand noch auf dem Bal­kon. Ent­ge­gen alle Erwar­tun­gen hatte sich das eigent­lich recht emp­find­li­che Pflänz­chen wie­der pracht­voll ent­wi­ckelt, nach­dem es vor Mona­ten für Ker­bel-Pfann­ku­chen abge­ern­tet wor­den war. Wahr­schein­lich war das kühl-feuchte Klima der letz­ten Wochen genau das Rich­tige für das den Halb­schat­ten lie­bende Kraut.

Mitt­ler­weile hatte es aller­dings eine Größe ange­nom­men, die ein erneu­tes Ern­ten drin­gend erfor­der­lich machte. Eine wei­tere Ernte erschien unwahr­schein­lich, also kam nur ein Ver­ar­bei­tung infrage, die den Genuß nicht nur heute ermög­licht, son­dern auch das Ver­spre­chen auf eine Wie­der­ho­lung in ein paar Tagen ent­hält: ein Pesto.

Wei­ter­le­senKer­bel-Zitro­nen-Pesto mit Hasel­nüs­sen

Rucola

Rucola mit Zitrone und Olivenöl

Die Auf­gabe von Salat­sauce ist, den Geschmack des Salats zu beto­nen oder einen Kon­trast her­zu­stel­len. Bei Rucola gelingt das am bes­ten, wenn Du gar keine Sauce machst, son­dern die Blät­ter por­ti­ons­weise auf Tel­lern anrich­test und nur mit Zitrone und Öl beträu­felst sowie eine Prise Salz und Pfef­fer dar­über streust. Dadurch ent­steht kein ein­heit­li­cher Geschmack, son­dern …

Wei­ter­le­senRucola mit Zitrone und Oli­venöl

Tomaten Mozzarella Chilizucker

Gegrillte Tomaten mit Mozzarella und Chili-Zimt-Zucker

Tomate mit Moz­za­rella und Basi­li­kum dürfte so ziem­lich das erste halb­wegs authen­ti­sche ita­lie­ni­sche Gericht gewe­sen sein, das nach Deutsch­land geschwappt ist und die hie­sige kuli­na­ri­sche Wüs­te­nei zum Leben erweckte. Heute ver­ur­sacht die natio­nal­far­bige Kom­bi­na­tion ent­we­der herz­haf­tes Gäh­nen (»Na, mal wie­der keine Idee gehabt?«) oder aber hit­zige Debat­ten über die rich­tige Auf­zucht und Pflege des Büf­fels, die Ver­qui­ckung von Mafia, Müll und Moz­za­rella und ähn­li­che Fra­ge­stel­lun­gen, die in ihrer Inten­si­tät, Dauer und Unlös­bar­keit an Glau­bens­kriege gemah­nen.

Höchste Zeit also, sich etwas Neues aus­zu­den­ken. Dan­kens­wer­ter­weise hat das schon ein ande­rer flei­ßi­ger Rezept­au­tor getan, so dass in einem alten Son­der­heft der Zeit­schrift »Meine Fami­lie und ich« Rezept auf­zu­trei­ben war, das mit Chili, Zucker und Zimt dem Klas­si­ker neue Aro­men hinzu fügt. Span­nend ist auch der Kalt-Warm-Kon­trast zwi­schen den Toma­ten und dem Moz­za­rella.

Die Krea­tion ist nicht nur rich­tig toll zum Ange­ben, son­dern auch noch in Null-Komma-Nix zube­rei­tet mit Zuta­ten, die in jedem Klein­stadt-Super­markt auf­zu­trei­ben sind.

Wei­ter­le­senGegrillte Toma­ten mit Moz­za­rella und Chili-Zimt-Zucker