Zwetschgeneis selbstgemacht

Der Spät­som­mer ist Zwetschgen­zeit. Jet­zt sind sie richtig reif und lila und süß und saftig.

Der Spät­som­mer ist auch die Zeit der son­ni­gen Nach­mit­tage, an denen man am lieb­sten irgend­wo in der Sonne döst und vor sich hin träumt. Und sich mit einem leck­eren Eis erfrischt.

Bei­des zusam­men war mir Inspi­ra­tion für ein Zwetschgeneis. Nichts gegen Zwetschgenkuchen mit Sahne, aber so ein Eis ist doch mal eine Abwech­slung.

Und wie man auf dem Foto sieht, hat es allen so gut geschmeckt, dass ich mich mit dem Foto echt beeilen musste, um nicht nur die leere Dose auf’s Bild zu ban­nen.

Zutaten für ca. 1,5 Liter

  • 500 g reife Zwetschgen
  • 200 g Zuck­er
  • 1 Zimt­stange
  • 4 Eier
  • 250 ml Sahne

Zeit

  • Die reine Arbeit­szeit beträgt unge­fähr 30 Minuten, die sich über mehrere Stun­den verteilen.
  • Das Eis braucht ohne Eis­mas­chine 3 bis 4 Stun­den zum Ein­frieren; während­dessen musst Du unge­fähr alle 20 bis 30 Minuten umrühren.
  • In der Eis­mas­chine braucht es 45 bis 60 Minuten und sollte anschließend noch ein­mal für etwa eine Stunde in die Kühltruhe. Wenn du nicht den Luxus ein­er Kom­pres­sor-Mas­chine hast, musst Du zwei Tage vorher daran denken, den Kühlbe­häl­ter einzufrieren.

Zubehör

  • einen Püri­er­stab oder Mix­er
  • eine Tiefkühltruhe
  • eine Eis­mas­chine (es geht auch ohne, aber dann wird das Eis nicht so cremig)

Zubereitung

4 Stunden vor dem Servieren

Zwetschgen garen

Entsteine die Zwetschgen, schnei­de sie in Stücke und bringe sie mit 100 g Zuck­er und der Zimt­stange zum Kochen. Lass’ sie unge­fähr 15 Minuten san­ft vor sich hin köcheln, bis sie sehr weich sind und zer­fall­en.

Ent­ferne die Zimt­stange und püriere die Zwetschgen im Kochsud möglichst fein. Lass’ sie abkühlen und im Kühlschrank richtig kalt wer­den. Das dauert ins­ge­samt unge­fähr 2 Stun­den.

2 Stunden vorher

Stelle eine Schüs­sel mit Eiswass­er bere­it.

Schlage zwei Eigelb und zwei ganze Eier mit dem restlichen Zuck­er im Wasser­bad zu ein­er dick­lichen Creme auf. Wie das geht, habe ich an ander­er Stelle schon mal beschrieben. Sobald die Creme hell­gelb und dick ist, nimmst Du sie aus dem heißen Wasser­bad und schlägst sie im eiskalten Wasser­bad so lange weit­er, bis sie richtig kalt ist.

Tipp

Je käl­ter die Zutat­en sind, wenn sie in die Eis­mas­chine kom­men, desto schneller geht’s.

Mis­che die püri­erten Zwetschgen unter die Eier­creme.

Schlage die Sahne steif und hebe sie unter die Zwetschgen-Eier-Mis­chung.

Tipp

Die Masse ist sehr sehr sehr süß. Das gibt sich, wenn sie einge­froren wird.

Wirf die Eis­mas­chine an und gieße die Masse in den Kühlbe­häl­ter. Jet­zt hil­ft nur noch Geduld … Nach knapp ein­er Stunde müsste die Eis­creme eigentlich fer­tig sein – das hängt aber sehr von der Leis­tungs­fähigkeit Dein­er Eis­mas­chine ab.

Die han­del­süblichen Maschi­nen, die man für 30 bis 100 EUR kaufen kann, kühlen nicht stark genug. Das Ergeb­nis hat eher die Kon­sis­tenz von Soft­eis. Deshalb kommt die Creme jet­zt in einem geeigneten Gefäß noch ein­mal für unge­fähr eine Stunde in die Kühltruhe, damit sie richtig durch­friert. Viel länger sollte sie allerd­ings nicht frieren, damit sie noch cremig bleibt.

Wenn Du keine Eismaschine hast

Auch ohne Eis­mas­chine kannst Du das Zwetschgeneis zubere­it­en. Du musst aber noch früher anfan­gen, näm­lich min­destens 6 Stun­den, bevor Du es genießen möcht­est.

Die Zubere­itung geht genau­so wie beschrieben. Du gießt die fer­tige Zwetschen-Eier-Sahne-Masse in ein gefrier­fähiges Gefäß und stellst sie für 3 bis 4 Stun­den in die Kühltruhe. Alle 20 bis 30 Minuten rührst Du gründlich durch, damit sich möglichst wenige Eiskristalle bilden. So cremig wie mit ein­er Eis­mas­chine wird das Ergeb­nis aber nicht wer­den.

Aufbewahrung

Das Zwetschgeneis hält sich in der Kühltruhe ein paar Wochen. Dabei wird es ziem­lich hart. Du soll­test es deshalb etwa 20 Minuten vor dem Servieren aus der Truhe nehmen und ein wenig antauen lassen, damit es wieder cremig wird.

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