Bitterorangen-Marmelade

Ich habe mich immer wie­der mit wech­seln­dem Erfolg an Bit­ter­oran­gen-Mar­me­la­de ver­sucht. Mal wur­de sie zu fest, mal zu flüs­sig, oder die Zube­rei­tung war mir zu auf­wän­dig. Mit die­sem Rezept, das ich bei der BBC gefun­den habe, ist mir der Durch­bruch gelun­gen.

Zutaten für ca. 1,7 kg Bitterorangen-Marmelade

  • 700 g Bit­ter­oran­gen
  • 1 Zitro­ne (Saft)
  • 1,3 kg Ein­mach­zu­cker (sie­he Anmer­kung unten)

Zeit

  • 5 Stun­den
  • davon 2 Stun­den für’s Kochen und zwei­mal 30 Minu­ten für’s Abküh­len, in denen du nichts zu tun hast

Zusammenfassung

  • Einen klei­nen Tel­ler für die Gelier­pro­be in den Kühl­schrank stel­len
  • Zitro­ne aus­pres­sen
  • Gan­ze Bit­ter­oran­gen mit dem Zitro­nen­saft in einen Topf geben und mit 1 l Was­ser bede­cken. Wenn sie nicht bedeckt sind, einen klei­ne­ren Topf neh­men. Mit einem Tel­ler beschwe­ren, damit sie nicht auf­schwim­men
  • Zum Kochen brin­gen und bei nied­rigs­ter Tem­pe­ra­tur etwa 2 Stun­den köcheln las­sen. Die Oran­gen sind fer­tig, wenn sie sich mit einer Gabel leicht anste­chen las­sen
  • Koch­flüs­sig­keit abgie­ßen und auf­fan­gen, Bit­ter­oran­gen ca. 30 Minu­ten so weit abküh­len las­sen, dass du sie anfas­sen kannst
  • Bit­ter­oran­gen hal­bie­ren. Frucht­fleisch, Ker­ne und die wei­ße Schicht aus­krat­zen. Zusam­men mit der Koch­flüs­sig­keit wie­der in den Topf geben. Zum Kochen brin­gen und 6 Minu­ten kochen las­sen.
  • Durch ein fei­nes Sieb gie­ßen, Flüs­sig­keit auf­fan­gen. Die Frucht­fleisch-Mas­se mit einer Sup­pen­kel­le oder einem Holz­löf­fel gut aus­pres­sen. Hier steckt das Pek­tin drin, das die Bit­ter­oran­gen-Mar­me­la­de zum Gelie­ren bringt!
  • Wäh­rend­des­sen den Zucker in einem gro­ßen Topf (5 l) im Back­ofen bei 50 Grad warm wer­den las­sen
  • Den oran­gen Teil der Scha­le in fei­ne Strei­fen schnei­den
  • Die Koch­flüs­sig­keit und die Scha­le zu dem Zucker in den Topf geben und ohne Deckel bei mitt­le­rer Tem­pe­ra­tur und häu­fi­gem Rüh­ren auf­lö­sen. Das dau­ert etwa 10 Minu­ten
  • Die Hit­ze erhö­hen und 15 bis 25 Minu­ten spru­delnd kochen las­sen. Vor­sicht: Das schäumt hef­tig und du musst auf­pas­sen, dass nichts über­kocht
  • Nach 15 Minu­ten Gelier­pro­be machen: Einen Trop­fen Mar­me­la­de auf den gekühl­ten Tel­ler geben. Wenn die Mar­me­la­de sofort geliert, ist sie gut. Andern­falls wei­te­re 5 bis 10 Minu­ten kochen las­sen
  • Vom Herd neh­men und 20 bis 30 Minu­ten abküh­len las­sen, bis die Scha­len nicht mehr nach unten sin­ken
  • Wäh­rend­des­sen Glä­ser mit kochen­dem Was­ser ste­ri­li­sie­ren
  • Bit­ter­oran­gen-Mar­me­la­de mit Hil­fe eines Mar­me­la­den­trich­ters in Glä­ser fül­len, ver­schlie­ßen und abküh­len las­sen

Schaum abschöpfen?

  • Mich stört es nicht, wenn ein biss­chen Schaum auf der Mar­me­la­de bleibt. Wenn du ihn ent­fer­nen möch­test, kannst du ihn kurz vor dem Abfül­len abschöp­fen.

Einmachzucker enthält kein Pektin

  • Ein­mach­zu­cker ent­hält kein zuge­setz­tes Pek­tin wie Gelier­zu­cker. Das brau­chen wir auch nicht, weil die Bit­ter­oran­gen genü­gend Pek­tin mit­brin­gen, das durch die Säu­re des Zitro­nen­safts akti­viert wird.
  • Ein­mach­zu­cker unter­schei­det sich von „nor­ma­lem“ Haus­halts­zu­cker nur dadurch, dass er grob­kör­ni­ger ist. War­um er des­halb bes­ser zum Ein­ma­chen und Mar­me­la­de kochen geeig­net ist, ist mir ein Rät­sel.
  • Weil ich kei­ne Res­te haben woll­te, habe ich ein Kilo-Päck­chen Ein­mach­zu­cker ver­wen­det und 300 g nor­ma­len Zucker.

Quelle

Das Rezept habe ich bei BBC Good Food gefun­den. Im Ori­gi­nal­re­zept wird die dop­pel­te Men­ge zube­rei­tet, aber dafür sind mei­ne Töp­fe nicht groß genug.

Warum ist das Rezept so kurz?

  • Ich bin beruf­lich ziem­lich stark ein­ge­spannt und habe nicht so viel Zeit. Kochen ist Ent­span­nung, aber Rezep­te schrei­ben ist mir momen­tan zu zeit­auf­wän­dig.
  • Des­halb gibt es hier bis auf Wei­te­res erst ein­mal nur Kurz­fas­sun­gen. Ich hof­fe, sie sind trotz­dem nütz­lich – wer die Lang­fas­sung möch­te, kann ja das Ori­gi­nal nach­le­sen.

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