Panzanella ist eine delikate Form der Resteverwertung: statt hart gewordenes Brot wegzuwerfen oder an die Schweine zu verfüttern, kamen die cleveren Leute aus der Toskana schon im 16. Jahrhundert auf die Idee, einen Salat daraus zu machen. Ursprünglich ein Arme-Leute-Essen, genießen wir den Salat heute als Erinnerung an den Sommerurlaub.
Senf
Wirsing-Rouladen (Kohlrouladen)
Kohlrouladen machen viel Arbeit: einerseits sowieso, andererseits weil man immer so viele machen muss. Und das nicht nur, wenn man eine Großfamilie zu versorgen hat.
Mal ganz abgesehen davon, dass sie sich für ein romantisches Dinner zu zweit nur begrenzt eignen, wäre es auch verschwendete Lebenszeit, nur zwei Portionen zu machen. Wenn man schon mal dabei ist, kann man auch gleich ein paar mehr vorbereiten. Der Kohl reicht normalerweise für 12 bis 14 Rouladen, die man sehr gut einfrieren und an faulen Tagen wieder aufwärmen kann.
Du kannst natürlich auch ein paar Leute einladen und mit Deinen Kochkünsten beeindrucken.
Vinaigrette
Vinaigrette ist die einfachste und vielfältigste Salatsauce der Welt. Einfach, da sie nur aus vier Grundzutaten besteht: Essig und Öl im Verhältnis 1:2, Salz und Pfeffer. Wer’s saurer mag, nimmt ein bisschen mehr Essig, wer’s weniger sauer mag, nimmt … richtig geraten: etwas mehr Öl. Mehr braucht man eigentlich nicht, aber wie immer liegt das Geheimnis in der Qualität der Zutaten.
Vielfältig, weil man unendlich viele Öle mit unendlich vielen Essigsorten kombinieren und weil man weitere Zutaten dazu mischen kann.
Hier ist erst einmal die Grundzubereitung. Lass‘ Deiner Fantasie freien Lauf, was Du sonst noch dazu mischen könntest.
Kartoffelsalat mit Estragon
Kartoffelsalat ist der Klassiker in der schnellen Küche, obwohl man eigentlich relativ lange dafür braucht. Man ist eine Weile damit beschäftigt, die Kartoffeln zu pellen, und dann muss er auch noch ziemlich lange ziehen. Aber wenn er erst einmal fertig ist, dann gibt es wirklich kaum etwas, das schneller auf dem Tisch steht.
Und noch in einer anderen Kategorie ist Kartoffelsalat kaum zu schlagen: man bekommt die Zutaten immer und überall und für wenig Geld. Deshalb gibt es ihn auch in fast jeder Region – allerdings mit erheblichen Unterschieden. Dieses Rezept beruht auf der schwäbischen Variante, die ich leicht verändert habe. Lokalpatrioten mögen mir verzeihen – ich habe das original-schwäbische Rezept um ein völlig untypisches Gewürz ergänzt: den Estragon.