Wenn Du öfter hier bei dreiminutenei vorbeischaust, wirst Du schon gemerkt haben, dass ich ein neues Lieblingskraut habe: Brunnenkresse. Sie lässt sich zu allerlei Köstlichkeiten verarbeiten – wie zum Beispiel einem mild-scharfen Salat mit Radieschen. Mit einem Orangen-Grapefruit-Dressing eine leichte Einleitung zu einem opulenten Mahl oder genau das Richtige für einen warmen Frühsommerabend zu zweit.
Grüner Spargelsalat mit Riesen-Croutons
Von Spargel kann ich gar nicht genug kriegen. Und in diesem Jahr habe ich Spargel als Salat für mich entdeckt.
Dieses Rezept lebt von der harmonischen Mischung aus säuerlicher Buttermilch, leicht bitterem grünen Spargel und dem nussig-buttrigen Aroma von geröstetem Brot. Man kann Croutons dazu sagen – aber eigentlich sind die Würfel dafür zu groß, eher wie in einer Panzanella: außen knusprig und innen fluffig. Ich habe ein helles Weizenmischbrot genommen, wenn Dir das zu rustikal erscheint, kannst Du auch ein ordentliches Bauernbrot nehmen.
Teriyaki-Lachs mit grünem Spargel
Teriyaki-Sauce kannst Du fertig in der Asia-Abteilung jedes halbwegs gut sortieren Supermarkts kaufen. Du kannst aber auch die Zutaten für Teriyaki-Sauce in der selben Abteilung kaufen und die süß-würzige Sauce in wenigen Minuten selbst herstellen. Das spart nicht nur Geld, sondern verschafft auch die Befriedigung, eine der Grundsaucen der japanischen Küche zu beherrschen. Und Du hast die Freiheit, sie nach eigenem Gusto mit Ingwer oder Chili oder anderen Gewürzen an das jeweilige Gericht anzupassen.
Teriyaki-Sauce schmeckt zu gebratenem oder gegrilltem Hähnchenfleisch oder zu Fisch. Hier mache ich das Grundrezept zu Lachs. Dazu gibt’s grünen Spargel, der auch ganz wunderbar zu den Aromen der Teriyaki-Sauce passt.
Brunnenkresse (Wasserkresse)
Brunnenkresse ist in Deutschland nicht besonders häufig zu bekommen und hat deshalb den Ruf, ein wenig »exklusiv« zu sein. Wenn Du welche bekommst, kannst Du also mit wenig Aufwand viel Eindruck machen.
Du kannst in fast allen Rezepten die eher langweilige Gartenkresse (die aus dem Pappkarton im Supermarkt) durch ihre glamourösere Schwester ersetzen oder ergänzen – gleich macht das Rezept optisch viel mehr her. Geschmacklich ist sie ein wenig milder als Gartenkresse, also nimm‘ ruhig ein paar Blättchen mehr.
Umgekehrt geht’s leider nicht: wenn ausdrücklich Brunnenkresse im Rezept steht, solltest Du sie auch verwenden, denn dann kommt’s auf die Feinheiten an. Probiere doch einfach mal aus, wie die beiden Sorten im Vergleich schmecken.
Salat aus Grünem Spargel, Rote Bete und Orangen
Neulich auf dem Wochenmarkt: ich war mal wieder überwältigt vom Angebot. Oh, grüner Spargel! Oh, kleine Rote Bete! Oh, es gibt noch Blutorangen!
Alles gekauft, zuhause dann großes Grübeln: wie passt das zusammen? Ich erinnerte mich, irgendwo mal etwas von einer Orangensauce zu Spargel gelesen zu haben. Aber wo ist nur das Rezept? Und auf das Internet ist heute auch kein Verlass … Also hab‘ ich was erfunden, und ich sage Euch: es hat sogar geschmeckt. Nur den Mozzarella, den ich in einem Anfall von Man-kann-doch-nicht-nur-Gemüse-essen dazu getan habe, den lass‘ ich beim nächsten Mal weg (und schreibe ihn gar nicht erst ins Rezept).
Gebackener Blumenkohl mit Orangen, Safran, Kokosmilch und Haselnüssen
In der Übergangszeit zwischen zwei Jahreszeiten kocht man am besten mit Zutaten aus beiden. Noch gibt es gute Bio-Orangen, schon kann man den ersten Blumenkohl im Bioladen kaufen. Dass Blumenkohl im Backofen seine Kohligkeit verliert, hatte ich schon mal beschrieben. Wir unterstützen seine leicht süßlichen Aromen durch Haselnussöl, Orangenschale und mit Kokosmilch.
Ein ganzer Kopf ist eine ziemlich spektakuläre Art, Blumenkohl zu servieren. Gleichzeitig ist die Zubereitung narrensicher, denn auf ein paar Minuten zu viel im Backofen kommt es nicht an.
Lila Brokkoli
Neulich im Bioladen: was sind das denn für lila Pflänzchen an der Gemüsetheke? Sehen aus wie Brokkoli…
Sind auch Brokkoli. Weniger bekannt und seltener zu kaufen als der grüne Brokkoli, den es in Plastik verschweißt an jeder Ecke gibt. Der lilafarbene sieht spektakulär aus. Schmeckt er auch besser? Und behält er seine Farbe beim Kochen?
Geschmorte Schweinebäckchen
Das Schöne an unserem Bio-Metzger ist, dass er manchmal Fleisch an der Theke liegen hat, das man sonst nicht so einfach bekommt. Diesmal hatte er Schweinebäckchen. Falls Du nicht so viel Glück hast: vorbestellen!
Schweinebäckchen sind reines Muskelfleisch mit einen hohen Anteil an Bindegewebe und Fett. Sie eignen sich deshalb besonders gut zum Schmoren. Dieses Rezept macht nicht viel Arbeit und ist deshalb auch besonders gut geeignet, wenn Du für viele Gäste kochst. Einen besonderen Kick geben die gerösteten Mandeln, die ganz zum Schluss dazu kommen.
Brandteig für Windbeutel, Profiteroles oder Eclairs
Egal ob Du Windbeutel, Profiteroles oder Eclairs backen möchtest: der Teig ist immer der gleiche. Der einzige Unterschied zwischen den drei Gebäckarten ist die Form: Windbeutel sind ungefähr faustgroße Bollen, Profiteroles sollten nach dem Backen etwa so groß wie Walnüsse sein, und Eclairs werden mit der Spritztüte ganz speziell in Form gebracht. Alle drei werden traditionell süß gefüllt, aber da der Teig neutral ist, kannst Du zumindest die großen Windbeutel auch wie Pasteten mit einem würzigen Ragout füllen.
Gehobelter Rosenkohl mit Pasta
Rosenkohl gehört zu den Gemüsen, die nur im Winter schmecken. Er ist nicht nur winterhart, und damit eines der wenigen Gemüse, die man in unseren nord- und mitteleuropäischen Breiten auch in der kalten Jahreszeit frisch bekommt, sondern er braucht den Frost geradezu. Wenn es richtig kalt ist, bildet sich nämlich Zucker in den kleinen Röschen und der Rosenkohl verliert seinen bitter-kohligen Geschmack.
Mit Speck nur kurz »al dente« gegart, ist Rosenkohl an sich schon eine Köstlichkeit. Aber hast Du ihn schon mal mit Pasta probiert?